53 Werke für die Emporenbrüstung der ehem. Marienkirche in Dessau mit Themen aus dem Alten und Neuen Testament im Auftrag von Fürst Georg III. von Anhalt 1553. Cranachs Signatur findet sich auf dem letzten Bild der Folge mit der Darstellung des 'Jüngsten Gerichts': "LVCAS CRANACH DER MITLER MAL.[ER]" und links
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53 Werke für die Emporenbrüstung der ehem. Marienkirche in Dessau mit Themen aus dem Alten und Neuen Testament im Auftrag von Fürst Georg III. von Anhalt 1553. Cranachs Signatur findet sich auf dem letzten Bild der Folge mit der Darstellung des 'Jüngsten Gerichts': "LVCAS CRANACH DER MITLER MAL.[ER]" und links unten das Wappen Cranachs, die geflügelte Schlange. Die Ausstattung verbrannte mit der Kirche im Zweiten Weltkrieg.
Die 53 Bilder hatten verschiedene Stifter, z.T. waren sie auf den Gemälden mit ihren Porträts vertreten. Die Bildfelder waren mit Stifterwappen und einem Text, der Name und Titel angab, unterhalb der Gemälde versehen worden. Am häufigsten taucht Georg III. von Anhalt mit seinen Brüdern und anderen Familienmitgliedern als Stifter einzelner Gemälde der Emporenbrüstung auf. Aber auch der Anhaltinische Adel und Dessauer Hofbeamte waren beteiligt. Inschriften und Wappen sind auf Papier gemalt und nach dem Abschluß der Malarbeiten unten auf die Bilder geklebt worden.
Die Stifter haben nicht nur das betreffende Emporenbild bezahlt, sondern den gesamten Bau durch Geldbeiträge unterstützt.
[Tacke 1994, 84-86]
Die Aufzählung beginnt am östlichen Feld der Südseite, fortschreitend über die Westempore zur Nordseite:
Dieses Bild zeigt: Die Frauen am Grabe Christi
Inschrift: "FRAW ANGNIS JOST VON / HELDORFS EHEWEIB"
Wappen: weißer Schwan in Blau, überquert von rotem Schräglinksbalken. Decken weißblau. Helmzier: offene weiße Flügel, das übrige nicht mehr erkennbar.
Die Stifterin, eine Tiest [...] war die Gemahlin des Erbherrn in Scholitz
[Harksen 1937, 24]