Johans Fridrich der elter [etc.]
Lieber getreuer, wir haben dein schreiben empfang[en] und inhalts gelesen. Und sovil die muntzhandlung belangen thut, wollen wir deins berichts, was darinnen des muntzmeisters und schossers zu Salvelt bedenck[en] [gestrichen: sein] und worbei es in der handlung bleib[en] wirdet gewertig sein, dan wie wir berichtett werden, so sol des reichsmuntz zu furderst, was die silbern muntz anlanget, forthgengig sein, darumb die nodturft erfordert, das man zu vorhutung der underthanen schaden und nachteil der geringen muntz furderlich vorkomen und in mitler, weil gleichwol das landt mit kleiner muntz vorsehen werden moge. [Randeinschub Herzog Johann Friedrichs d. Ä.: ...]
Das auch die contrafacturn unsers hern vettern und hern vater und unser noch vorhand[en] und jeg[en] Weymar bracht sein, hore[n] wir gern. Es seindt aber nich tucher sondern tafeln, welche mit öhl angestrich[en] und nicht vf tucher gemahlet. Ob man sie nuhn inn vorruckung des hoflagers mit jeg[en] Wartburg wolle fuhren lassen, das wirdet man zu bedenck[en] wiss[en]. Wir halten aber dafur, wan sie in der Kirch[en] [gestrichen: gestellet, ersetzt] auff gelassen, [Bl. 25v] das sie alda wol bleiben vnd nicht leicht hinweg genohmen werden sollen.
Was die laden anlanget, ist unser mainung nicht, das dieselben oder auch unser schreibtisch geoffnet werd[en] solle, begeren auch, das dieselb[en] vorwarlich beigesetzt vnd vnerofnet bleiben. Desgleichen auch Peter von Konitz[en] lade. Was aber sonsten vor kast[en] vorhanden, seint wir zufrieden, das sie [Einschub: in beisein D[oktor] Minckwitz[en], des renthmeisters vnnd dein] aufgemacht vnd besichtigt werde, was darinnen vorhand[en] sei, darvon man vns auch wirdet bericht zuthun wissen.
Das gemelde belangend, so wir vnserm sone hinein geschickt, darumb ist es also gelegen, das es alhie auch nit offentlich zu malen vorstatet, sondern uns heimlich alhie zugebracht word[en] ist, do es auch wurd an tag komen, von wem es gemahlet oder an [gestrichen: tag kommen] gegeben, wurd es schwerlich one heng[en] abgeh[en]. Das hab[en] wir dir hinwider gnediger mainung nit wollen vorhalt[en]. Dat[um] Brussel, den 28t[en] februarii 1550.
[Adresse] An Hansen Rudolff
- Transkription durch
- Lücke, Dietrich; Lücke, Monika
- Transkription Datum
- 2018