Schreiben mit Anweisungen Herzog Johann Friedrichs von Sachsen aus der Gefangenschaft an seinen Sekretär Hans Rudolf in Weimar verschiedene Malereien betreffend. Zunächst weist der Fürst seinen Sekretär an Sorge zu tragen, dass der Münzmeister der sächsische Kreismünzstätte Saalfeld der Reichsmünzordnung gemäß auch die vorgeschriebene Anzahl kleiner Nominale (Heller, Pfennige und Groschenstücke), die für das tägliche Leben der Bevölkerung unabdingbar nötig sind, schlagen muss. Bei den Bemerkungen zu den Bildern scheint es Missverständnisse zwischen dem gefangenen Herzog und seinem Sekretär gegeben zu haben.

Schreiben mit Anweisungen Herzog Johann Friedrichs von Sachsen aus der Gefangenschaft an seinen Sekretär Hans Rudolf in Weimar verschiedene Malereien betreffend. Zunächst weist der Fürst seinen Sekretär an Sorge zu tragen, dass der Münzmeister der sächsische Kreismünzstätte Saalfeld der Reichsmünzordnung gemäß auch die vorgeschriebene Anzahl kleiner Nominale (Heller, Pfennige und Groschenstücke), die für das tägliche Leben der Bevölkerung unabdingbar nötig sind, schlagen muss. Bei den Bemerkungen zu den Bildern scheint es Missverständnisse zwischen dem gefangenen Herzog und seinem Sekretär gegeben zu haben.

Archivalie

Datierung
1550 Februar 28
Besitzer/ Standort
Thüringisches Hauptstaatsarchiv Weimar
Ort / Datum
Brussel, den 28t[en]februarii 1550
Signatur
Ernestinisches Gesamtarchiv, Reg. L, fol. 768-786, M Nr. 1, Bl. 25r/v

Signatur

  • Ernestinisches Gesamtarchiv, Reg. L, fol. 768-786, M Nr. 1, Bl. 25r/v

CDA ID
DE_ThHStAW_EGA_Reg-L_fol_768-786_25
Permalink
https://lucascranach.org/de/DE_ThHStAW_EGA_Reg-L_fol_768-786_25/

Publikationen

Erwähnt auf Seite Katalognummer Tafel
Heydenreich 2007 A 447, no. 298 (partly)
Autor/inGunnar Heydenreich
TitelLucas Cranach the Elder
Ort der VeröffentlichungAmsterdam
Jahr der Veröffentlichung2007
Link https://lucascranach.org/application/files/6116/2097/3099/Heydenreich_2007_Lucas_Cranach_the_Elder.pdf
Junius 1926 246
Autor/inWilhelm Junius
TitelAus der Gefangenschaft des Kurfürsten Johann Friedrich von Sachsen
ZeitschriftZeitschrift des Vereins für Thüringische Geschichte und Altertumskunde
JahrgangN.F. 26=34.1926
Jahr der Veröffentlichung1926
Seiten226-260
  • Schreiben mit Anweisungen Herzog Johann Friedrichs von Sachsen aus der Gefangenschaft an seinen Sekretär Hans Rudolf in Weimar verschiedene Malereien betreffend. Zunächst weist der Fürst seinen Sekretär an Sorge zu tragen, dass der Münzmeister der sächsische Kreismünzstätte Saalfeld der Reichsmünzordnung gemäß auch die vorgeschriebene Anzahl kleiner Nominale (Heller, Pfennige und Groschenstücke), die für das tägliche Leben der Bevölkerung unabdingbar nötig sind, schlagen muss. Bei den Bemerkungen zu den Bildern scheint es Missverständnisse zwischen dem gefangenen Herzog und seinem Sekretär gegeben zu haben., 1550 Februar 28

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Transkription

Johans Fridrich der elter [etc.]
Lieber getreuer, wir haben dein schreiben empfang[en] und inhalts gelesen. Und sovil die muntzhandlung belangen thut, wollen wir deins berichts, was darinnen des muntzmeisters und schossers zu Salvelt bedenck[en] [gestrichen: sein] und worbei es in der handlung bleib[en] wirdet gewertig sein, dan wie wir berichtett werden, so sol des reichsmuntz zu furderst, was die silbern muntz anlanget, forthgengig sein, darumb die nodturft erfordert, das man zu vorhutung der underthanen schaden und nachteil der geringen muntz furderlich vorkomen und in mitler, weil gleichwol das landt mit kleiner muntz vorsehen werden moge. [Randeinschub Herzog Johann Friedrichs d. Ä.: ...]
Das auch die contrafacturn unsers hern vettern und hern vater und unser noch vorhand[en] und jeg[en] Weymar bracht sein, hore[n] wir gern. Es seindt aber nich tucher sondern tafeln, welche mit öhl angestrich[en] und nicht vf tucher gemahlet. Ob man sie nuhn inn vorruckung des hoflagers mit jeg[en] Wartburg wolle fuhren lassen, das wirdet man zu bedenck[en] wiss[en]. Wir halten aber dafur, wan sie in der Kirch[en] [gestrichen: gestellet, ersetzt] auff gelassen, [Bl. 25v] das sie alda wol bleiben vnd nicht leicht hinweg genohmen werden sollen.
Was die laden anlanget, ist unser mainung nicht, das dieselben oder auch unser schreibtisch geoffnet werd[en] solle, begeren auch, das dieselb[en] vorwarlich beigesetzt vnd vnerofnet bleiben. Desgleichen auch Peter von Konitz[en] lade. Was aber sonsten vor kast[en] vorhanden, seint wir zufrieden, das sie [Einschub: in beisein D[oktor] Minckwitz[en], des renthmeisters vnnd dein] aufgemacht vnd besichtigt werde, was darinnen vorhand[en] sei, darvon man vns auch wirdet bericht zuthun wissen.
Das gemelde belangend, so wir vnserm sone hinein geschickt, darumb ist es also gelegen, das es alhie auch nit offentlich zu malen vorstatet, sondern uns heimlich alhie zugebracht word[en] ist, do es auch wurd an tag komen, von wem es gemahlet oder an [gestrichen: tag kommen] gegeben, wurd es schwerlich one heng[en] abgeh[en]. Das hab[en] wir dir hinwider gnediger mainung nit wollen vorhalt[en]. Dat[um] Brussel, den 28t[en] februarii 1550.
[Adresse] An Hansen Rudolff

Transkription durch
Lücke, Dietrich; Lücke, Monika
Transkription Datum
2018

Kommentare

Vgl. mit dem Schreiben vom 17. Februar (ThHStAW, EGA, Reg. L fol. 768-786 M Nr. 1, Bl. 23r-24), offenbar gibt es Missverständnisse zu den Materialien der Bildträger.

Zitieren aus dem Cranach Digital Archive

Eintrag mit Autor
<Autorenname>, 'Schreiben mit Anweisungen Herzog Johann Friedrichs von Sachsen aus der Gefangenschaft an seinen Sekretär Hans Rudolf in …', <Titel des Dokuments, Feldeintrags oder der Abbildung>, [<Datum des Dokuments oder der Abbildung>], in: Cranach Digital Archive, https://lucascranach.org/de/DE_ThHStAW_EGA_Reg-L_fol_768-786_25/ (zuletzt aufgerufen am {{dateAccessed}})
Eintrag ohne Autor
'Schreiben mit Anweisungen Herzog Johann Friedrichs von Sachsen aus der Gefangenschaft an seinen Sekretär Hans Rudolf in …', <Titel des Dokuments, Feldeintrags oder der Abbildung>, [<Datum des Dokuments oder der Abbildung>], in: Cranach Digital Archive, https://lucascranach.org/de/DE_ThHStAW_EGA_Reg-L_fol_768-786_25/ (zuletzt aufgerufen am {{dateAccessed}})

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