Martin Luther als Augustinermönch im Ordenshabit, Halbfigur nach links, mit Buch, vor einer rundbogigen Nische, mit Inschrift

Martin Luther als Augustinermönch im Ordenshabit, Halbfigur nach links, mit Buch, vor einer rundbogigen Nische, mit Inschrift

Druckgrafik, Kupferstich

Nachdem Cranach mit dem Kupferstich I.1D2 eine erste Fassung des Porträts Luthers als Augustinermönch entworfen hatte, ließ er noch im selben Jahr die hier vorliegende, im Format vergrößerte Version ausgehen (I.2D1), die einige Modifikationen zeigt. War I.1D2 noch ein reines Brustbildnis, so wird dieses nun zur Halbfigur erweitert. Dies erlaubte,

Nachdem Cranach mit dem Kupferstich I.1D2 eine erste Fassung des Porträts Luthers als Augustinermönch entworfen hatte, ließ er noch im selben Jahr die hier vorliegende, im Format vergrößerte Version ausgehen (I.2D1), die einige Modifikationen zeigt. War I.1D2 noch ein reines Brustbildnis, so wird dieses nun zur Halbfigur erweitert. Dies erlaubte, Luther ein aufgeschlagenes Buch beizugeben sowie seine vor der Brust erhobene linke Hand zu zeigen. Die Schattierungen von Kopf und Hals sind in der neuen Fassung mit deutlich weniger Lineament ausgestaltet, wodurch die Gesichtszüge insgesamt heller, aber weniger markant wirken. Blick und Gesichtsausdruck sind aber weiterhin mit denen in I.1D2 identisch – dies ist vor allem angesichts der oft psychologisierenden Deutungen des Gesichtsausdrucks in der älteren Kunstgeschichtsschreibung hervorzuheben.[2] Auch Form und Größe des Kopfes weisen bei beiden Bildnissen eine hohe Ähnlichkeit auf, sind jedoch nicht ganz deckungsgleich, da der Kopf im ersten Bildnis (I.1D2) um etwa einen Millimeter größer und um zwei bis drei Millimeter breiter ist.[3] Die markante Konturlinie von Luthers linkem Gesichtsprofil ist weitgehend übereinstimmend, weicht allerdings an zwei entscheidenden Stellen ab: So ist die Wulst der Augenbraue bei I.2D1 weniger stark betont und auch die Profilierung des Kinns ist deutlich zurückgenommen, was den oft beschriebenen „milderen“ oder „versöhnlicheren“ Eindruck ausmacht.

In der vorliegenden Fassung wird Luther von einer Wandnische hinterfangen, deren starke Verschattung auf der linken Seite das hellere Gesicht hervorhebt.[4] Der nun erweiterte Bildausschnitt zeigt zusätzlich neben dem Buch auch den Habit mit Gürtel und plastisch akzentuierten Gewandfalten. Die Adern der linken Hand sind deutlich herausgearbeitet, die Finger (v.a. der kleine) leicht gespreizt – wobei der Daumen überproportional lang ausfällt. Die nicht sichtbare rechte Hand hält das nur im Anschnitt zu sehende aufgeschlagene Buch, dessen Einband mit geometrischen Streicheisenlinien und einem Eckbeschlag mit Buckel versehen ist. Auch dem vorliegenden Kupferstich liegt, wie bei I.1D2, eine einfache Ritzzeichnung mit dem Metallgriffel[5] zugrunde. Da das freie zeichnerische Arbeiten direkt auf der Kupferplatte nicht ohne Schwierigkeiten ist, kann angenommen werden, dass beiden Druckgraphiken eine Vorstudie zugrunde lag, die jedoch nicht überliefert ist.

Die dem Fingerverlauf folgenden Schraffen auf dem Stoff des Habits unterhalb der einzelnen Finger zeigen, dass Luther seine Hand auf sein Gewand legt und es leicht eindrückt. Daher muss dies nicht notwendigerweise als Redegestus, sondern kann auch als Gestus der Selbstermahnung verstanden werden. Quintilian beschreibt diesen Gestus in seiner Rhetorik mit den Worten „mit hohler Hand und spitzen Fingern die Brust berühren“.[6] Das im Inschriftenfeld[7] zu lesende Distichon ist im Wortlaut identisch mit demjenigen in I.1D2: „Die unvergänglichen Abbilder seines Geistes bringt Luther selbst hervor, seine sterblichen Züge hingegen das Wachs des Lucas“.[8] Der Dualismus von unsterblichem Geist und Vergänglichkeit des Körpers, den abzubilden der Künstler sich begnügen muss, entspricht einer antiken Vorstellung, die sich bereits bei Ovid, Cicero, Plinius und Demetrius von Phaleron findet und von den Humanisten des 16. Jahrhunderts immer wieder aufgegriffen wurde.[9] Eine besondere Rolle in der Verbreitung dieses Gedankens spielt die 1519 nach einem Entwurf von Quentin Massys geprägte Bildnismedaille des Erasmus von Rotterdam, die dieser in hoher Zahl an Freunde und Mäzene in ganz Europa sandte – so auch im Jahr der Entstehung des vorliegenden Kupferstichs sowie seines Vorgängers I.1D2 an Cranachs Dienstherren Friedrich III. von Sachsen.[10] Dabei muss offen bleiben, ob die Rede vom „Wachs“ des Lucas auf die verschiedenen Bedeutungen des Wortes „cera“ im antiken Sprachgebrauch verweist, die Martin Warnke plausibel machen wollte,[11] oder ob sie auf Anregungen der „Anthologia Planudea“ basiert, einer 1494 erstmals gedruckten Kompilation griechischer Epigramme und Gedichte des byzantinischen Theologen Maximus Planudes.[12]

Der Kupferstich I.2D1 ist in einem Plattenzustand überliefert; im Rahmen des KKL konnten elf Exemplare nachgewiesen werden, von denen acht in den jeweiligen Sammlungen autopsiert wurden. Insgesamt ist allen acht Abzügen ein guter bis sehr guter Zustand der Druckplatte zuzusprechen.[13] Unter den acht Blättern können anhand der Papiermerkmale drei Gruppen gebildet werden, die jeweils auf demselben Papiertyp gedruckt wurden.[14] Zwei Wasserzeichen-Typen „Hohe Bügelkrone“ und „Ochsenkopf“ treten in drei unterschiedlichen Formen auf, für die sich zeittypische Referenzen, überwiegend süddeutsch, um 1520, belegen lassen.[15] Eines der beiden Bügelkrone-Wasserzeichen[16] kann mit einem Papier in Verbindung gebracht werden, das 1518 in Calbe durch Kardinal Albrecht von Brandenburg[17] sowie 1522 in Schmalkalden[18] verwendet wurden.

Anhand der Papierparameter lässt sich zudem eine Verbindung zum Kupferstich I.1D2 herstellen. Das bei drei Abzügen des vorliegenden Kupferstichs I.2D1 nachgewiesene Papier (Ochsenkopf-Wasserzeichen) weist ein ähnliches Wasserzeichensegment sowie gleiche Kettlinien-Intervalle und Rippliniendichte wie der Abzug von I.1D2.1 aus der Albertina in Wien auf.[19] Alle vier Papiere dürften damit nicht nur in einem engen örtlichen und zeitlichen Produktionszusammenhang entstanden sein, sie könnten sogar von derselben Schöpfform bzw. demselben Formenpaar stammen. Zusätzlich ist festzuhalten, dass das Ochsenkopf-Wasserzeichen des Münchner Exemplar[20] von I.2D1 mit dem eines Abzugs des Holzschnitts von Lucas Cranach d. Ä. „Das Urteil des Paris“ von 1508 identisch ist.[21]

Der vorliegende Kupferstich ist der künstlerisch einflussreichste unter allen Luther-Bildnissen, die im Rahmen des KKL untersucht wurden. Mindestens 17 überlieferte druckgraphische Werke dieses Zeitraums stehen in einer direkten oder indirekten Abhängigkeit zu Cranachs Entwurf.[22] Die Bildidee Luthers als tonsurierten Mönchs mit einem in der Hand gehaltenen Buch führte zudem zu mindestens acht ganzfigurigen Darstellungen.[23] Ihnen ist eine Vielzahl weiterer Bildnisse in narrativen Zusammenhängen an die Seite zu stellen, auf die im Rahmen des KKL nicht eingegangen werden kann.

Daniel Görres, Thomas Klinke


[1] Da sämtliche im Rahmen des KKL untersuchten Blätter in der Höhe bis an den Plattenrand und zum Teil darüber hinaus beschnitten sind, ist die Angabe des Maßes in der Höhe ungenau.

[2] Vgl. die forschungsgeschichtliche Einleitung.

[3] Solch marginale Abweichungen bewegen sich innerhalb einer Toleranz, die materiellen Spezifika geschuldet sind, welche sich ihm individuellen Druckvorgang ausprägen können. Ein wichtiger Faktor ist die vor dem Druck vorgenommene Befeuchtung des Papiers, aus der zunächst eine Dehnung und dann bei anschließender Trocknung eine Schrumpfung resultiert.

[4] Luthers rechte Schulter ist durch die Kante der Nische verschattet, während seine rechte Schulter und sein linker Arm vor der Nische positioniert sind.

[5] Da die mit diesem Instrument geritzten Linien anschließend nicht geätzt wurden, kann man technisch ebenfalls von einer Kaltnadel sprechen.

[6] Das Zitat aus Quintilian, Institutionis oratoriae libri XII, ebd. Buch XI, cap. 3, zitiert nach nach Rahn 1988, S. 654; zur Rhetorik Quintilians im europäischen Humanismus vgl. Rehm 2002, S. 33.

[7] Die Inschrift wirkt wie bei I.1D2 aufgrund zahlreicher überrissener Linien an den Enden der Buchstabenschenkel sowie nicht ausgehobener Bereiche (helle Linien) wie von ungeübter Hand gestochen. Auch Hilfslinien, welche die Unter- und Oberlängen der Buchstaben markieren, sind auf den frühesten Abzügen der Kunsthalle Bremen (Inv.-Nr. 9025), des British Museum London (Inv.-Nr. 1854,1113.232) und der Klassik Stiftung Weimar (Inv.-Nr. DK 182/83) zusammen mit deutlich ausgeprägten horizontalen Schleifspuren und Kratzern zu erkennen.

[8] Zitiert nach Kaufmann 2021, S. 13.

[9] Vgl. Ludwig 1998, S. 130–132.

[10] Vgl. dazu die Katalogeinträge zu I.1D2 und I.4D1.

[11] Vgl. Warnke 1984, S. 37–38.

[12] Vgl. Ludwig 1998, S. 133: „Ζωγϱάϕε, τὰν μοϱϕὰν ὰπομάξας αἴϑ᾽ ἐνί κηϱῷ || καί ψυχὰν ἐδάης Σωκϱατικὰν βαλέειν.“ In der Übersetzung Ludwigs: „Künstler, der du seine äußere Gestalt nachgebildet hast, könntest du doch in Wachs auch den Geist des Sokrates werfen.“ Vgl. dazu auch den Katalogeintrag zu I.1D2.

[13] Moderate Veränderungen sind an den horizontalen Schleifspuren über der Inschrift, an einer überzogenen vertikalen Konturlinie am oberen Wulst der Kutte links sowie am Auftreten feiner Kratzer zu erkennen.

[14] 1) zwei Abzüge mit Wasserzeichen „Hohe Bügelkrone mit lateinischem Kreuz, zweikonturig, Bügel mit sieben Perlen außen besetzt, fünf Reifperlen und fünf Reifzacken. 1., 3. und 5. Kronenzacke mit Kreuzblumenabschluss“ bei Kunstsammlungen Veste Coburg, Inv.-Nr. I,41,8 und Staatsbibliothek Bamberg, Inv.-Nr. I M 68c. 2) zwei bzw. drei Abzüge mit Wasserzeichen (jeweils nur im Anschnitt) „Ochsenkopf, darüber einkonturige Stange ggfs. mit fünfblättriger Blüte, darunter ggfs. mit Querstreben und segmentiertem Dreieck“ bei Staatliche Graphische Sammlung München, Inv.-Nr. 14448D; British Museum London, Inv.-Nr. 1854,113.232 und ggfs. aufgrund übereinstimmender Kettlinien-Intervalle auch bei Klassik Stiftung Weimar, Inv.-Nr. DK 182/83; 3) zwei Abzüge ohne Wasserzeichen, jedoch mit übereinstimmenden Kett- und Ripplinien-Parametern, bei Kunsthalle Bremen, Inv.-Nr. 9025 sowie Staatsbibliothek Berlin, Sign. Portr. Slg. / Slg. Luther / A II 22.

[15] Vgl. WZIS, aufgerufen 2021.

[16] WZIS, Referenznummer: DE1675-Cranach-I418; Kunstsammlungen Veste Coburg, Inv.-Nr. I,41,8.

[17] WZIS, Referenznummer: DE9150-PO-52973; Staatsarchiv Zerbst, heute Landesarchiv Sachsen-Anhalt, Magdeburg.

[18] WZIS, Referenznummer: DE6405-PO-53003; Staatsarchiv Nürnberg, Rep. 139a Nr. 519.

[19] Vgl. Albertina Wien, Inv.-Nr. DG 1929/78. Die Schenkellänge des segmentierten Dreiecks in diesem Wasserzeichen weicht zwar um 5 Millimeter voneinander ab, die weiteren Parameter wie Kettlinien-Intervalle und Rippliniendichte stimmen aber überein. Die Abweichung ließe sich mit dem Auftreten zweier Drahtfiguren auf einem Formenpaar (je Sieb eine Drahtfigur) erklären, was eine durchaus übliche Aufteilung wäre.

[20] Staatliche Graphische Sammlung München, Inv.-Nr. 14448D.

[21] WZIS, Referenznummer: DE1675-Cranach-I45109; Kunstsammlungen Veste Coburg, Inv.-Nr. I,45,109; vgl. auch Knöll u.a. 2020, Nr. 37, S. 305f. sowie S. 86f.

[22] Vgl. I.1D3, I.1D4, I.1D5, I.1D6, I.2D2, I.2D3, I.2D4a, I.2D5, I.2D6, I.2D7, I.2D8, I.3D1, I.3D2a, I.3D3, I.3D4, I.3D6, I.3D7.

[23] Hiervon konnten mit I.5D1–I.5D3 nur drei in den KKL aufgenommen werden.

Quellen / Publikationen:

Passavant VI.6.8; Hollstein German VI.8.7; Heller 1854, S. 123, Nr. 4a; Schuchardt 1851b, S. 190, Nr. 7; Schuchardt 1871, S. 211, zu Nr. 7; Nagler 1871, S. 297, Nr. 7; Grote 1883, S. 23–24; Lindau 1883, S. 125; Lippmann 1895, S. 23, Nr. 63; Flechsig 1900a, S. 12, 58–59, 295; Preuß 1918, S. 8–9, 30; Ficker 1934, S. 115, Nr. 7; Jahn 1955, S. 59–60; Ausst.-Kat. Berlin 1967, S. 40, Nr. 45; Ausst.-Kat. Berlin 1973, S. 53, Nr. 62; Koepplin / Falk 1974, S. 92, Nr. 36; Schade 1973, S. 542f; Schade 1974, S. 52; Ausst.-Kat. Hamburg 1983, S. 112–113, Nr. 41; Ausst.-Kat. Nürnberg 1983, S. 175, Nr. 215; Warnke 1984, S. 27–31; Beyer 1994, S. 26–27, S. 218, Nr. 4.3; Scribner 1994, S. 15, 263, Nr. 2; Skowronek 1995, S. 53–54; Ludwig 1998, S. 134–135; Schade 1998, S. 35; van Gülpen 2002, S. 150–154; Ausst.-Kat. Hamburg 2003, Nr. 46; Holste 2004, S. 169–172; Schuchardt 2004, S. 13–14; Ausst.-Kat. Straßburg 2007, S. 206–207, Nr. 123; Hrosch 2008, S. 246–250; Ausst.-Kat. Brüssel 2010, S. 219–220, Nr. 129; Ausst.-Kat. Mainz 2015, S. 171–173, Nr. 3.14b; Ausst.-Kat. Eisenach 2015, S. 65–67, Nr. 7, 8; Ausst.-Kat. Eisenach 2015, S. 28–29; Schuchardt 2016, S. 158–159; Ausst.-Kat. Braunschweig 2017, S. 178, Nr. 66; Ausst.-Kat. Düsseldorf 2017, S. 190, Nr. 94; Hoffmann 2017, S. 11–13; Schuchardt 2017, S. 16–18, Abb. 3; Weigel 2017, S. 1157–1159; Werner 2018, S. 5; Kaufmann 2019, S. 285–287; Kaufmann 2020, S. 13–14; Knöll u. a. 2020, S. 346–347, Nr. 53.

Zuschreibung
Lucas Cranach der Ältere, Inventor*in

Zuschreibung

Lucas Cranach der Ältere, Inventor*in

[KKL 2022]

Datierung
1520

Datierung

1520

[datiert, KKL 2022]

Maße
Platte: ~175 (+/-) x 120 (+/-2) mm

Maße

  • Platte: ~175 (+/-) x 120 (+/-2) mm

  • Darstellung: 171 (+/-2) x 116 (+/-2) mm

  • [Thomas Klinke, KKL 2022]

Signatur / Datierung

Schlangensignet mit aufrechten Flügeln, rechts unten und Jahreszahl „M·D·X·X“

Signatur / Datierung

  • Schlangensignet mit aufrechten Flügeln, rechts unten und Jahreszahl „M·D·X·X“

  • [KKL 2022]

CDA ID
LC_HVI-8_7
KKL-Nr.
I.2D1, Teil der Bildnisgruppe I
Permalink
https://lucascranach.org/de/LC_HVI-8_7/
  • Martin Luther als Augustinermönch im Ordenshabit, Halbfigur nach links, mit Buch, vor einer halbrunden Nische, mit Inschrift, 1520
Zustand / Auflage
Einziger Zustand
Datierung
1520

Datierung

1520

[datiert]

Material / Technik
Druck auf Hadernpapier mit Vergé-Struktur

Material / Technik

Druck auf Hadernpapier mit Vergé-Struktur

[Thomas Klinke, KKL 2020]

Kurzbeschreibung
Einblattdruck
Maße
Blatt: 172/170 x 118/117 mm

Maße

  • Blatt: 172/170 x 118/117 mm

  • Druckplatte: aufgrund Beschnitt nicht identifizierbar

  • Darstellung: 172/171 x 117 mm

  • [Thomas Klinke, KKL 2020]

CDA ID
DE_KSW_DK182-83
Permalink
https://lucascranach.org/de/DE_KSW_DK182-83
Eigentümer
Klassik Stiftung Weimar, Museen
Besitzer
Klassik Stiftung Weimar, Museen
Standort
Weimar

Forschungsliteratur

Erwähnt auf Seite
Exhib. Cat. Weimar, Wittenberg 1953
Autor/inWalther Scheidig
Herausgeber/inDeutsche Lucas Cranach Komitee
TitelLucas Cranach Ausstellung. Weimar und Wittenberg
Ort der VeröffentlichungWeimar, Wittenberg
Jahr der Veröffentlichung1953

Abbildungen

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Kunsttechnologische Untersuchung

2018 - 2021Technologische Untersuchung

  • Papieruntersuchung / Strukturanalyse

Bildträger

Papierstruktur: vergé

Papierstärke: 0,14 – 0,13 mm

Kettlinien, Orientierung zur Darstellung: hoch

Kettlinien, relative Intervalle: [.] 30,32,30 [.] mm

Ripplinien, relative Dichte: 12/10 mm

Faserverteilung: homogen

Anomalien im Papiervlies: wenige Einschlüssen/Inkrusten, Faserlinsen

Siebseite: Verso

Stegschatten: nicht vorhanden

Stegschatten, relative Breite:

Anomalien im Siebbild: keine feststellbar

[Thomas Klinke, KKL 2020]

Prozess, Medium

Druckplatte, Qualität: sehr gute Qualität

Abzug, Qualität: sehr gute Qualität

Markante Merkmale an Druckplatte und Abzug: sehr klarer Abzug, der einen frühen, kaum abgenutzten Zustand der Druckplatte wiedergibt. Einfassungslinie fast vollständig wiederggeben. Sehr leichter Plattenton. Schriftlinien und horizontale Kratzer im Inschriftenfeld."A"–Querstrich im zweiten Zacken des "M" von "MENTIS"; LUTHERVS" am rechten Rand stark gedrängt. Zwischen EXPRIMIT und AT ein Punkt, über CERA bogenförmiger Strich.

[Thomas Klinke, KKL 2020]

  • untersucht von Thomas Klinke

2018 - 2021Technologische Untersuchung

  • Wasserzeichen

Wasserzeichen: nicht vorhanden

Wasserzeichen, Figur:

Wasserzeichen, Maß:

Anomalien am Wasserzeichendraht:

Wasserzeichen, Referenz/en (typologisch):

Wasserzeichen, Referenz/en (chronologisch):

[Thomas Klinke, KKL 2020]

  • untersucht von Thomas Klinke

Erhaltungszustand

Datum2018 - 2021

Das Blatt ist umlaufend, leicht unregelmäßig, bis an den Plattenrand (sowie partiell leicht darüber hinaus) beschnitten. Der Farbton des Papiers ist natürlich gealtert. Flächig ungregelmäßig, leichte, oxidativ induzierte, fleckartige Verbräunungen (Foxing). Horizontal Mitte, ein durchgehender Knick, stellenweise durchbrochen. Riss in der Ecke oben links. Das Blatt ist insbesondere im Randbereich rückseitig ausgedünnt. Vereinzelt treten kleine Fehlstellen auf: Eine große Fehlstelle befindet sich in der Ecke unten rechts. Sie wurde restauratorisch ergänzt

[Thomas Klinke, KKL 2020]

  • untersucht von Thomas Klinke

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