Bildnis der Prinzessin Elisabeth von Sachsen

Bildnis der Prinzessin Elisabeth von Sachsen

Malerei auf Vergé-Papier

Material / Technik

Malerei auf Vergé-Papier
mit ölhaltiger Farbe rosagrau grundiert; ölhaltige Malerei, über Zeichnung mit schwarzem Stift

[Kupferstichkabinett, Staatliche Museen zu Berlin, Stiftung Preußischer Kulturbesitz 2026]

Die Bildnisstudie der Prinzessin Elisabeth von Sachsen ist ein herausragendes Werk im Œvre Lucas Cranach des Jüngeren. Das Antlitz der Elf- bis Zwölfjährigen ist leicht seitlich frontal und etwa in Lebensgröße wiedergegeben. Das differenziert ausgeführte Inkarnat, die funkelnden Augen und der rote Mund erzeugen eine außergewöhnliche Lebendigkeit. Der ernste Blick

Die Bildnisstudie der Prinzessin Elisabeth von Sachsen ist ein herausragendes Werk im Œvre Lucas Cranach des Jüngeren. Das Antlitz der Elf- bis Zwölfjährigen ist leicht seitlich frontal und etwa in Lebensgröße wiedergegeben. Das differenziert ausgeführte Inkarnat, die funkelnden Augen und der rote Mund erzeugen eine außergewöhnliche Lebendigkeit. Der ernste Blick und die formale Strenge schaffen gleichzeitig Distanz. Das blonde Haar ist als Zopfflechte kreisrund um den Kopf gebunden. Das Haarband, der Spitzenragen sowie das hochgeschlossene Kleid sind lediglich angedeutet.

«Wie für ihr – auch in technischer Hinsicht sehr eng verwandtes – Wiener Gegenstück mit dem Bildnis ihres Bruders Alexander (Albertina, Inv. 3202 [CDA ID: AT_AW_3202]) verwendete der jüngere Cranach ein voluminöses, wenig geleimtes, gelbliches Papier.[1] Dieses wurde auf der Bildseite deckend mit einer hellgrauen und durch Zugabe von roten Pigmenten leicht ins Rosa spielenden Grundierung versehen.[2] Dass es sich dabei um eine sehr pastose, langsam trocknende Farbe handelte, zeigen die noch immer sichtbaren feinen vertikalen Riefen, die der breite Borstenpinsel, der zum Auftrag verwendet wurde, in der Schicht hinterlassen hat. Ein zudem im Streiflicht erkennbarer seidiger Glanz mag für den Einsatz eines öligen Bindemittels sprechen.

Zu Beginn der Porträtsitzung machte sich Cranach d. J. zunächst Gedanken über die Blattaufteilung und Proportionierung des Kopfes der Prinzessin, wie vier kurze, am linken Blattrand erkennbare, mit schwarzem Stift gesetzte Markierungsstriche belegen. Sie zeigen – in der Reihenfolge von oben nach unten gelesen – offenbar grob die Mitte der Stirn, (unter Abzug des wohl rasierten obersten Teils), die Unterkante der Iris, die ungefähre Mitte des Nasenrückens sowie in etwa die Mitte des Philtrums an. Anschließend skizzierte Cranach mit demselben schwarzen Stift [3] in wenigen, sicheren Strichen grob den Kopf und die Büste der Dargestellten. Auf diese Anlage folgte die farbige Ausarbeitung, wobei der Künstler offenbar vor allem für die außerordentlich nuancenreiche Schilderung der Hauttöne eine nur langsam trocknende, längere Zeit vermalbare Farbe, möglicherweise eine fette Tempera verwendete. Details wie die feinen blauen Adern an Stirn und Schläfen legte er vor. Beim kunstvollen Verwischen der Hauttöne achtete der Maler nicht streng auf die zuvor gesetzten Konturlinien, sondern trieb die Farbe auch über diese hinaus, wodurch ein weicher, pudriger, entfernt an Pastellmalerei erinnernder Effekt entstand. Vom Gebrauch der Finger zeugen Papillarspuren unten links auf dem Blatt. Von ganz anderer Beschaffenheit muss die braune Farbe gewesen sein, mit der Cranach d. J. zügig das Gewand und den Kopfschmuck der Prinzessin ausarbeitete. Höchstwahrscheinlich handelt es sich um eine stark verdünnte, magere Tempera, jedenfalls eine flüssige Farbe mit ausgeprägt wässrigem Bindemittel. Fast überall dort, wo sie mit der sichtlich ölig gebundenen Grundierung in Berührung kam, perlt sie und führt noch im getrockneten Zustand die Abstoßung von Fett und Wasser vor Augen. Zuletzt sind Lippen, Iris, die inneren Augenwinkel sowie letzte akzentuierende und zart konturierende Details mit teils auch pastoser Farbe gesetzt.» [Dietz, in: Messling mit Dietz, AK Wittenberg 2015, S. 121]

Die nach dem lebenden Modell geschaffene Bildnisstudie steht, wie das Wiener Pendant mit Elisabeths Bruder Alexander (CDA ID: AT_AW_3202), in direktem Zusammenhang mit einem in der Dresdner Rüstkammer erhaltenen ganzfigurigen Gemälde (CDA ID: DE_SKD_RKH97), das Lucas Cranach d. J. 1564 schuf. Die Studie diente als unmittelbare Vorlage für die Form und die malerische Ausführung. Das Infrarotreflektogramm (IRR) der mit einem schwarzen Stift gefertigten Unterzeichnung auf der Gemäldetafel zeigt, wie detailgenau die vollendete Bildnisstudie, etwa für die Form der Augen und Augenbrauen, der Nase, der Lippen und des rechten Ohrs bis hin zu den Adern an der Schläfe und einigen Haarsträhnen darüber zur Grundlage genommen wurde. Da Übertragungsspuren an der Studie fehlen, geht Heydenreich von der Anfertigung einer Transferzeichnung (Griffelpause) aus, mit der wesentliche Linien übertragen wurden (Heydenreich 2007, S. 301-302). Nur das angedeutete Blütenornament des Stehkragens ist in der Gemäldefassung gegen zwei schreitende Löwen ersetzt und lässt verlorene Kostümstudien vermuten. Die restliche Figur wurde auf der Tafel eher locker skizziert, wie die suchenden Strichbündel am rechten Oberarm und Ellbogen belegen (vgl. dazu Buck 2015, S. 143-153, insbes. S. 146-147 sowie Werner in: AK Lutherstadt Wittenberg 2015, S. 103-113, insbes. S. 104-107). Die ebenfalls im IR-Reflektogramm sichtbar gemachte Unterzeichnung der Bildnisstudie zeigt im Gegensatz dazu die subtil tastende Annäherung an das sicher anwesende Modell, wodurch sich die gegenüber dem ganzfigurigen Gemälde – trotz des auf den Kopf beschränkten Ausschnitts der Studie – viel überzeugendere Lebendigkeit, Frische und Naturnähe erklärt.

[1] Wegen der Kaschierung der beiden Werke ist das Papier nur an einigen Ausbrüchen bzw. Fehlstellen in der Grundierung zu erkennen.

[2] Als Pigmente wurden möglicherweise Bleiweiß, das in Verbindung mit öligem Bindemittel als Sikkativ wirkt, und wohl Mennige verwendet [bestätigt durch die Röntgenfluoreszenzanalyse vom 4.7.2025].

[3] Wohl schwarze Kreide.

[Georg Josef Dietz im Rahmen des Cranach-Forschungsprojekts, April 2026]

Zuschreibung
Lucas Cranach der Jüngere

Zuschreibung

Lucas Cranach der Jüngere

[Kupferstichkabinett, Staatliche Museen zu Berlin, Stiftung Preußischer Kulturbesitz 2026]
[Schade 1972, Fig. 246, Fn. p. 465] [Bock, Cat. Berlin 1921, 21, no. 4452]

Datierung
1564
um 1564

Datierung

1564

[Kupferstichkabinett, Staatliche Museen zu Berlin, Stiftung Preußischer Kulturbesitz 2026]

um 1564

[Schade 1974, Fig. 246, Fn. p. 465]

Maße
Blatt: 388 x 285 mm

Maße

  • Blatt: 388 x 285 mm

  • [Kupferstichkabinett, Staatliche Museen zu Berlin, Stiftung Preußischer Kulturbesitz 2026]

Signatur / Datierung

Keine

Beschriftungen

Verso: "Freulein Elisabet"
[Kupferstichkabinett, Staatliche Museen zu Berlin, Stiftung Preußischer Kulturbesitz 2026]

Beschriftungen

spätere Beschriftungen, Stempel, Siegel:

  • Verso: "Freulein Elisabet"

  • [Kupferstichkabinett, Staatliche Museen zu Berlin, Stiftung Preußischer Kulturbesitz 2026]

Eigentümer
Kupferstichkabinett, Staatliche Museen zu Berlin, Stiftung Preußischer Kulturbesitz
Besitzer
Kupferstichkabinett, Staatliche Museen zu Berlin, Stiftung Preußischer Kulturbesitz
Standort
Berlin
CDA ID
DE_SMBKSK_KdZ4452
FR (1978) Nr.
FR-none
Permalink
https://lucascranach.org/de/DE_SMBKSK_KdZ4452/

Quellen / Publikationen

Erwähnt auf Seite Katalognummer Tafel
Buck 2015 143, 146, 147 Fig. 3
Autor/inStephanie Buck
TitelAuf Papier. Zu Cranachs Bildnisstudien
Veröffentlichungin Elke A. Werner, Anne Eusterschulte, Gunnar Heydenreich, eds., Lucas Cranach der Jüngere und die Reformation der Bilder
Ort der VeröffentlichungMunich
Jahr der Veröffentlichung2015
Seiten142-153
Messling, Dietz 2015 117 Fig. p. 117
Autor/inGeorg Josef Dietz, Guido Messling
TitelDie Porträtzeichnungen Cranachs des Jüngeren
Veröffentlichungin Roland Enke, Katja Schneider, Jutta Strehle, eds., Lucas Cranach der Jüngere - Entdeckung eines Meisters, Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt, Lutherstadt Wittenberg, Augusteum, 26 June - 1 November 2015
Jahr der Veröffentlichung2015
Seiten114-123
Werner 2015 C
Autor/inElke Anna Werner
TitelPräsenz und Distanz. Zur Porträtkunst Lucas Cranachs des Jüngeren
Veröffentlichungin Roland Enke, Katja Schneider, Jutta Strehle, eds., Lucas Cranach der Jüngere - Entdeckung eines Meisters, Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt, Lutherstadt Wittenberg, Augusteum, 26 June - 1 November 2015
Jahr der Veröffentlichung2015
Seiten103-113
Hofbauer 2010 424, 425 212
Autor/inMichael Hofbauer
TitelCranach - die Zeichnungen
Ort der VeröffentlichungBerlin
Jahr der Veröffentlichung2010
Exhib. Cat. Stuttgart 1980 15 A15
Autor/inHeinrich Geissler
TitelZeichnungen in deutschland. Deutsche Zeichner 1540 - 1640 [Staatsgalerie Stuttgart]
Ort der VeröffentlichungStuttgart
Jahr der Veröffentlichung1980
Schade 1974 102, 103, 465 Fig. 246
Autor/inWerner Schade
TitelDie Malerfamilie Cranach
Ort der VeröffentlichungDresden
Jahr der Veröffentlichung1974
Link http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/schade1974
Exhib. Cat. Munich 1956 31 051
Autor/inn. a.
TitelDeutsche Zeichnungen 1400 - 1900 [Munich, Berlin, Hamburg, before in Washington, Cleveland, Boston, San Francisco, New York]
Ort der Veröffentlichung[n.a.]
Jahr der Veröffentlichung1956
Cat. Berlin 1921 21 4452 Vol. II, pl. 27
Autor/inElfried Bock
TitelDie Zeichnungen alter Meister im Kupferstichkabinett. Die deutschen Meister. Beschreibendes Verzeichnis sämtlicher Zeichnungen, Staatliche Museen zu Berlin
Ort der VeröffentlichungBerlin
Jahr der Veröffentlichung1921
Link https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/bock1921ga
Friedländer 1910/1911
Autor/inMax Friedlaender
TitelEine Porträtstudie des jüngeren L. Cranach
ZeitschriftAmtliche Berichte aus den Preuszischen Kunstsammlungen
Jahrgang32
Jahr der Veröffentlichung1910
Seiten134-138

Forschungsgeschichte / Diskussion

Bemerkenswert ist die strenge Konzentration auf das vollständig durchgeführte Gesicht, während die übrigen Partien nur als Andeutungen vorhanden sind. Die Zeichnung ist auf zartrosa grundiertem Papier in schwarzer Kreide angelegt. Auf dieser Grundlage ist das Inkarnat in intensivem Rosa gegeben, das zum Schatten hin durchsichtiger wird. Der Haarkranz in Gelb und Braun vervollständigt das Gesicht, während das Übrige zum Schluß in braunen Pinselzügen nur angegeben wird. Diese sparsame und zugleich effektive Art der Farbenskizze ist eine Technik, die der ältere Cranach entwickelt hatte. Ihr entspricht bei unserem Blatt die von H.Geissler betonte Idealisierung des Bildnisses, das er dennoch für eine Aufnahme nach dem Modell hielt. Die hervorragende Qualität des Werkes beruht auf dem Gleichgewicht zwischen künstlerischer Form und spürbarer menschlicher Präsenz.

[Gero Seelig, Cat. Berlin 1994, 137f.]

Doch ist die Tönung des Papiers, die Linearität der Büste, die sparsame Andeutung von Kostümdetails und die exquisite Präzision der Formen gut [mit Holbein] zu vergleichen. Dieser höfischer Stil reflektiert den noblen Status der Porträtierten.

[Buck 2015, 147]

Die Konturen sind nicht durchgedrückt, sondern scheinen beim ausgeführten Gemälde exakt auf die Tafel übernommen. [1]

[...] Die Ölskizze dient als glaubwürdige Erinnerungsstütze und unbestechlicher Führer beim Malen des Tafelbildes. Nur so ist erklärlich, dass kaum erkennbare Details [...] in das Gemälde übernommen wurden. Mehr noch, sie sind auch unterzeichnet worden. Die Studie fungierte zudem als Vorlage für die Schattengebung.

[1] Eine Pause auf Transparentpapier bestätigt dies; sie konnte bislang jedoch nur nach maßstabgleichen Abbildungen angefertigt werden und sollte an den Originalen überprüft werden.

[Buck 2015, 147]

  • Bildnis der Prinzessin Elisabeth von Sachsen, 1564

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Kunsttechnologische Untersuchung

2026Technologische Untersuchung

  • Wasserzeichen

Wasserzeichen: nicht vorhanden

[Kupferstichkabinett, Staatliche Museen zu Berlin, Stiftung Preußischer Kulturbesitz 2026]

2026Technologische Untersuchung / Naturwissenschaftliche Materialanalyse

  • Papieruntersuchung / Strukturanalyse

Bildträger

Papierstruktur: vergé

Kettlinien, Orientierung zur Darstellung: -

Kettlinien, relative Intervalle: nicht identifzierbar

Ripplinien, relative Dichte: nicht identifzierbar

Faserverteilung: nicht identifzierbar

Anomalien im Papiervlies: nicht identifzierbar

Siebseite: nicht identifzierbar

Stegschatten: nicht identifzierbar

Anomalien im Siebbild: nicht identifzierbar

[Kupferstichkabinett, Staatliche Museen zu Berlin, Stiftung Preußischer Kulturbesitz 2026]

Prozess, Medium

Die Analyse mittels Röntgenfluoreszenzanalyse (RFA) erbrachte für die mit ölhaltiger Farbe auf mit ölhaltiger Farbe grundiertem Papier ausgeführte Portraitstudie folgende Befunde: die Grundierung (M4) enthält Blei (Pb), was auf Bleiweiß (Pb) hindeutet und zugleich die rot-orangefarbenen Pigmente, die den leichten Rosaton der Grundierung hervorrufen, als Mennige (Pb) einordnet. Die lockere Anlage mit schwarzem Stift (M7) erbrachte außer Blei (Pb) aus der Grundierung keine weiteren Elemente. Hier bleibt unklar, ob es sich um ein organisches Schwarz, also etwa um Zeichenkohle oder um eine auf Ruß basierende schwarze Kunstkreide handelt. Sollte es sich um schwarze Naturkreide (kohlenstoffhaltiges Aluminiumsilikat) handeln, könnte auch die zum Einsatz gekommene Röntgenfluoreszenz-Technik nicht fein genug gewesen sein (zu großer Messpunkt und Schwierigkeit der Erfassung leichter Elemente, wie Aluminium und Silizium in geringer Menge).

Für die roten Lippen (M1) mit weißen Lichtreflexen wurde Blei (Pb) und Quecksilber (Hg) nachgewiesen, wobei es sich um Bleiweiß (Pb) und Zinnober (Hg) handelt. Dieselben Pigmente finden sich im Messpunkt des Inkarnats auf der unteren rechten Wange (M2). Im rechten Auge (M5) wurden Blei (Pb), Kupfer (Cu) und Quecksilber (Hg) gemessen, wobei es sich um Bleiweiß (Pb), Azurit (Cu) und Zinnober (Hg) handeln wird. Das blonde Haar (M6) ergab Blei (Pb) und Eisen (Fe), was als Bleiweiß (Pb) und Ocker (Fe) gedeutet wird. Die zügig mit Pinsel in Braun skizzierte Kleidung (M3) erbrachte außer Blei (Pb) aus der Grundierung keine weiteren Elemente, so dass wahrscheinlich ein organisches Braunpigment vorliegt.

In der Infrarotreflektographie (IRR) tritt die mit schwarzem, kohlenstoffhaltigem Stift locker skizzierte erste Anlage deutlicher. An der rechten Schulter wird eine alte Fehlstellenergänzung, die 1993/94 durch eine Retusche farblich angeglichen wurde, dunkler hervor.

[Georg Josef Dietz unter Einbeziehung der Infrarotreflektographie und Analyseauswertung von Gunnar Heydenreich und Sarah Critchley sowie der gemeinsamen Untersuchung mit Mailena Mallach, Luise Maul und Dominika Ropers (geb. Wojciechowska), März 2026]

25.07.2025Naturwissenschaftliche Materialanalyse

  • Instrumentelle Materialanalyse

Mittels Röntgenfluoreszenzanalyse (Thermo Scientific - Niton XL3t GOLDD+) konnten folgende Elemente nachgewiesen und in Verbindung mit den optischen Merkmalen Signale für folgende Füllstoffe, Zeichenmedien und Farbmaterialien ermittelt werden.

M1 Rot (Mund):

Pb, Hg

Pb: Bleiweiß; Hg: Zinnober

M2 Rosa (Inkarnat):

Pb, Hg

Pb: Bleiweiß; Hg: Zinnober

M3 Braun/ Schwarz (Zeichenmedium):

Pb

Pb: Bleiweiß

M4 Papier:

Pb

Pb: Bleiweiß

M5 Auge:

Pb, Cu, Hg

Pb: Bleiweiß; Cu: Kupferhaltiges Blau (Azurit?); Hg: Zinnober

M6 Braun (Haare):

Pb, Fe

Pb: Bleiweiß; Fe: Eisenoxid / Ocker (?)

M7 Papier:

Pb

Pb: Bleiweiß

[Gunnar Heydenreich, Sarah Critchley, unveröffentlichter Untersuchungsbericht, 25.07.2025]

  • untersucht von Gunnar Heydenreich
  • untersucht von Sarah Critchley

2015Technologische Untersuchung

Bildträger

- das Format der Studie [...] ist etwa ein ganzer Foliobogen

- Papier

Grundierung und Imprimitur

- der Papiergrund ist mit einer elfenbeinfarbenen, ins Rosa spielenden Präparierung vorbereitet worden

Unterzeichnung

- die in schwarzem Stift angelegte Vorzeichnung der Studie ist frei und skizzenhaft und dabei ausfühlicher als [DE_SMBKSK_KdZ2378]

[Buck 2015, 146, 147]

Erhaltungszustand

Datum2015

Die großformatige Zeichnung ist rückseitig kaschiert.

[Buck 2015, 146, Fn. 32]

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