Madonna und Kind mit den Heiligen Katharina und Barbara

Madonna und Kind mit den Heiligen Katharina und Barbara

Titel

Madonna und Kind mit den Heiligen Katharina und Barbara

[cda 2013]

Malerei auf Holz, auf Leinwand übertragen

Material / Technik

Malerei auf Holz, auf Leinwand übertragen

[Statens Museum for Kunst, revised 2013]

Im Bildzentrum sitzt Maria mit dem Jesuskind auf dem Schoß; zu ihrer rechten und linken die Heiligen Katharina und Barbara. Am oberen Bildrand sind zwei Engel und zwei Wappen. Der Hintergrund ist dunkel.

[Statens Museum for Kunst, revised 2013]

Zuschreibungen
Lucas Cranach der Ältere
Lucas Cranach der Ältere (und Werkstatt)

Zuschreibungen

Lucas Cranach der Ältere

[Exhib. Cat. Gotha 2015, No. 7] [Statens Museum for Kunst, revised 2013]

Lucas Cranach der Ältere (und Werkstatt)

[Exhib. Cat. - Düsseldorf 2017, 117, No. 16]

Datierungen
um 1510-1512
um 1512-1517

Datierungen

um 1510-1512

[Exhib. Cat. Düsseldorf 2017, 117, No. 16] [Exhib. Cat. Gotha 2015, No. 7]

um 1512

[Exhib. Cat. Hamburg 2003, 167, No. 4a]

um 1512-1517

[Statens Museum for Kunst, revised 2013]

Maße
Maße Bildträger: 96,5 x 80,5 cm

Maße

  • Maße Bildträger: 96,5 x 80,5 cm

  • Maße mit Rahmen: 111 x 95 cm

  • [Statens Museum for Kunst, revised 2013]

Signatur / Datierung

Keine

Inschriften und Beschriftungen

Rückseite der Leinwand: - unten links, mit Schablone und schwarzer Farbe:
"(crown motif) [/] KMS [/] Sp. …

Inschriften und Beschriftungen

Stempel, Siegel, Beschriftungen:

  • Rückseite der Leinwand: - unten links, mit Schablone und schwarzer Farbe:

  • "(crown motif) [/] KMS [/] Sp. 731"

  • Rückseite des Keilrahmens:

    • obere Leiste links, mit weißer Kreide:
  • "449"

  • [cda 2013]

Eigentümer
Statens Museum for Kunst, Kopenhagen
Besitzer
Statens Museum for Kunst, Kopenhagen
Standort
Kopenhagen
CDA ID
DK_SMK_KMSsp731
FR (1978) Nr.
FR036
Permalink
https://lucascranach.org/de/DK_SMK_KMSsp731/

Provenienz

  • 1784: aus der Christiansborg Möbelkammer
    [Statens Museum for Kunst, revised 2013]

Ausstellungen

Stockholm 1988
Kopenhagen 2002
Hamburg 2003
Gotha, Kassel 2015, Nr. 7
Düsseldorf 2017, Nr. 16

Quellen / Publikationen

Erwähnt auf Seite Katalognummer Tafel
Exhib. Cat. Düsseldorf 2017 117 No. 16
Herausgeber/inGunnar Heydenreich, Daniel Görres, Beat Wismer
TitelLucas Cranach der Ältere. Meister - Marke - Moderne. [anlässlich der Ausstellung "Cranach. Meister - Marke - Moderne", Stiftung Museum Kunstpalast, Düsseldorf, 08. April 2017 - 30. Juli 2017]
Ort der VeröffentlichungMunich
Jahr der Veröffentlichung2017
Exhib. Cat. Gotha, Kassel 2015 102, 103, 105 7 Pl. p. 105
Herausgeber/inJulia Carrasco, Justus Lange, Stiftung Schloss Friedenstein, Gotha, Benjamin D. Spira, Timo Trümper
TitelBild und Botschaft. Cranach im Dienst von Hof und Reformation, [Gotha, Herzogliches Museum; Kassel, Gemäldegalerie Alte Meister, Schloss Wilhelmshöhe]
Ort der VeröffentlichungHeidelberg
Jahr der Veröffentlichung2015
Exhib. Cat. Weimar 2015 130
Herausgeber/inWolfgang Holler, Karin Kolb
TitelCranach in Weimar, [Weimar, Schiller-Museum, 3 April - 14 June 2015]
Ort der VeröffentlichungDresden
Jahr der Veröffentlichung2015
CDA.Bloh 2005 175
Autor/inJutta Charlotte von Bloh
TitelKleidung und Waffen in den Fürstenbildnissen der Cranachs
Veröffentlichungin Harald Marx, Ingrid Mössinger, Karin Kolb, eds., Cranach, Exhib. Cat. Chemnitz 2005
Ort der VeröffentlichungCologne
Jahr der Veröffentlichung2005
Seiten174-181
Exhib. Cat. Prague 2005 90 (English version 37) under no. 18
Herausgeber/inObrazárna Pražského hradu, Kaliopi Chamonikola
TitelPod znamením okrídleného hada. Lucas Cranach a ceské zeme. Under the winged Serpent. Lucas Cranach and the Czech Land
Ort der VeröffentlichungPrague
Jahr der Veröffentlichung2005
Exhib. Cat. Hamburg 2003 26, 167 004a Pl. 4a
Herausgeber/inBucerius Kunst Forum, Werner Schade
TitelLucas Cranach. Glaube, Mythologie und Moderne [Bucerius Kunst Forum, Hamburg]
Ort der VeröffentlichungOstfildern-Ruit
Jahr der Veröffentlichung2003
Exhib. Cat. Copenhagen 2002 32-34, 68 No. 12 Fig. p. 34
Autor/inHanne Kolind Poulsen
TitelCranach [Statens Museum for Kunst , Copenhagen]
Ort der VeröffentlichungCopenhagen
Jahr der Veröffentlichung2002
Exhib. Cat. Stockholm 1988 43
Herausgeber/inNationalmuseum, Stockholm
TitelCranach och den tyska renässancen
Ort der VeröffentlichungStockholm
Jahr der Veröffentlichung1988
Friedländer, Rosenberg 1979 under No. 36
Autor/inMax J. Friedländer, Jakob Rosenberg
Herausgeber/inG. Schwartz
TitelDie Gemälde von Lucas Cranach
Ort der VeröffentlichungBasel, Boston, Stuttgart
Jahr der Veröffentlichung1979
Friedländer, Rosenberg 1932 18, 35 Fig.
Autor/inMax J. Friedländer, Jakob Rosenberg
TitelDie Gemälde von Lucas Cranach
Ort der VeröffentlichungBerlin
Jahr der Veröffentlichung1932
Link http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/friedlaender1932

Forschungsgeschichte / Diskussion

Nach Friedländer, Rosenberg 1979 könnte es sich bei der Tafel "Kurfürst Friedrich der Weise mit den Heiligen Ursula und Genoveva" [DK_KMSsp730_FR036] um den linken Flügel zu diesem Bild handeln. Dafür sprechen die fast identischen Höhen beider Bilder und Friedländer/Rosenbergs Annahme einer gemeinsamen Provenienz (Schloss Gottorf) [jedoch ist nicht sicher, dass die Maria mit Kind einst in Schloss Gottorf waren]. Gegen diese Theorie sprechen stilistische Unterschiede und die abweichende Hintergrundgestaltung.

[Mette Kokkenborg, Statens Museum for Kunst, 2013]

  • Madonna und Kind mit den Heiligen Katharina und Barbara, um 1510-1512

Abbildungen

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Kunsttechnologische Untersuchung

Datum2017

  • irr
  • fotografiert von Gunnar Heydenreich

2013Technologische Untersuchung / Naturwissenschaftliche Materialanalyse

Bildträger

Das Bild wurde im 19. Jahrhundert von der Holztafel auf Leinwand übertragen. Diese Maßnahme wurde vermutlich durchgeführt von J. P. Møller (siehe Henrik Bjerre. 1975 s. 99-124). Der ursprüngliche hölzerne Träger bestand wahrscheinlich aus fünf Brettern. Die Annahme basiert auf der Auswertung von Röngtenaufnahme und Streiflicht-Untersuchung (siehe Zeichnung auf Seite 1 in DK_SMK_KMSsp731_FR-NONE_2008-11-25_condition-report_SEM-analysis). Die Bretter verliefen horizontal und ihre Breite betrug (von unten nach oben): 19,2 cm, 16,7 cm, 11,0 cm, 44,0 cm und 7,0 cm. Aufgrund der Übertragung auf Leinwand gibt es keine Informationen zu rückseitigen Werkzeugspuren oder Faserbeklebungen. Auch ist nicht bekannt, ob das Bild in seinem ursprünglichen Format vorliegt. Die beiden Wappen am oberen Bildrand wirken etwas an den Rand geklemmt, was ein Hinweis auf eine leichte Beschneidung des oberen Randes sein könnte.

Grundierung und Imprimitur

Aufgrund der Übertragung vom hölzernen Träger auf Leinwand sind mögliche Faserbeklebungen zur Kaschierung von Fugen zwischen Tafel und Grundierung nicht mahr erhalten und auch sonst sind keine Werkspuren vom Grundierprozess erkennbar.

Unterzeichnung

Die Unterzeichnung wurde mit einem flüssigen Medium ausgeführt. Besonders die Hände und die Gesichter der Heiligen sind klar und deutlich angelegt. Die Unterzeichnung von Mariens Gesicht ist feiner als die der anderen, dagegen ist die Unterzeichnung der Engel simpler und undetailliert in den Gesichtern. Der Gesicht der Hl. Barbara wurde in der Malerei etwas abweichend umgesetzt; die Nase ist kürzer in der Unterzeichnung.

Farbschichten und Metallauflagen

Für die Malerei wurden fein zerriebene Pigmente in ölhaltigem Bindemittel in dünnen Schichten aufgebracht. Das Bild wurde vom Hintergrund zum Vordergrund gemalt.

Die schwarze Farbe des Hintergrundes besteht aus zwei Schichten. Die zweite Schicht wurde erst aufgebracht, nachdem die drei Figuren gemalt wurden. Die Engel dagegen wurden erst nach der zweiten Farbschicht des Hintergrundes gemalt, da Inkarnate und Flügel über der Hintergrundfarbe liegen. Die Wappen wurden mit dicker Farbe und einem borstigen Pinsel aufgemalt, der auffällige Pinselspuren in der Oberfläche hinterließ. Das Schwarz des linken Wappens scheint bläulicher zu sein als das des Hintergrundes und der weiße Bereich wurde über die Hintergrundfarbe gemalt.

In den Querschliffen ist deutlich erkennbar, dass die blauen und roten Farbbereiche aus mehreren Schichten aufgebaut sind. Die blau-grüne Farbe des Marienmantels wurde mit einem breiten Pinsel mit deutlichen Verlaufspuren aufgetragen. In den Bereichen von Schattierungen und Lichthöhungen der Kleider von Katharina und Maria erzeugen die Pinselspuren den Eindruck von stofflicher Textur.

Die Konturen von Katharinas Gesicht sind mit einer feinen schwarzen Linie gemalt, ebenso sind alle Münder mit einer feinen schwarzen Linie versehen außer der Mariens.

[Mette Kokkenborg, Statens Museum for Kunst, 2013]

03.04.2009Technologische Untersuchung / Naturwissenschaftliche Materialanalyse

  • Röntgengrobstrukturanalyse
  • x_radiograph
  • erstellt von Statens Museum for Kunst, Copenhagen

25.11.2008Naturwissenschaftliche Materialanalyse

  • Instrumentelle Materialanalyse
  • Probenentnahme / Querschliff(e)

REM-Analyse

  • analysiert von Statens Museum for Kunst, Copenhagen

17.11.2008Technologische Untersuchung / Naturwissenschaftliche Materialanalyse

  • Infrarot-Reflektografie
  • irr

Unterzeichnung

BESCHREIBUNG

Zeichengerät/Material:

- flüssiges schwarzes Zeichenmedium; Pinsel; eventuell auch gelegentliche Stiftlinien mit einem trockenen Zeichenmedium (Gesicht der Maria)

Typ/Duktus:

- freie Unterzeichnung; dünne bis etwas breitere Linien; zarte, feine Linien im Gesicht der Maria

Funktion:

- relativ verbindlich für die Malerei; die Linien grenzen die Konturen der Figuren ab und geben die Gesichtszüge und Binnenformen an; keine plastische Wiedergabe

Abweichungen:

- kleine Präzisierungen der Form während des Malprozesses (z.B. Blickrichtung der Heiligen sowie des Christkinds; Fuß des Christkinds)

INTERPRETATION

Zuschreibung:

- Werkstatt Lucas Cranach d. Ä.

Anmerkungen:

- vermutlich nach einer Vorlage

[Smith, Sandner, Heydenreich cda 2014]

  • fotografiert von Statens Museum for Kunst, Copenhagen
  • Röntgengrobstrukturanalyse
  • x_radiograph
  • erstellt von Statens Museum for Kunst, Copenhagen
  • UV-Fluoreszenzfotografie
  • uv_light
  • uv_light
  • fotografiert von Statens Museum for Kunst, Copenhagen

Erhaltungszustand

Datum2013

Rahmen:

Der Rahmen weist zahlreiche Ausfluglöcher von altem, inaktivem Schadinsektenbefall auf.

[Mette Kokkenborg, Statens Museum for Kunst, 2013]

Datum25.03.2003

  • untersucht von Henrik Bjerre

Datum01. 1966

  • untersucht von Ole Alkærsig

Datum07. 1952

  • untersucht von S. B.

Datum1942

Restaurierungsgeschichte

Zitieren aus dem Cranach Digital Archive

Eintrag mit Autor
<Autorenname>, 'Madonna und Kind mit den Heiligen Katharina und Barbara', <Titel des Dokuments, Feldeintrags oder der Abbildung>, [<Datum des Dokuments oder der Abbildung>], in: Cranach Digital Archive, https://lucascranach.org/de/DK_SMK_KMSsp731/ (zuletzt aufgerufen am {{dateAccessed}})
Eintrag ohne Autor
'Madonna und Kind mit den Heiligen Katharina und Barbara', <Titel des Dokuments, Feldeintrags oder der Abbildung>, [<Datum des Dokuments oder der Abbildung>], in: Cranach Digital Archive, https://lucascranach.org/de/DK_SMK_KMSsp731/ (zuletzt aufgerufen am {{dateAccessed}})

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