Markgraf Casimir von Brandenburg - Kulmbach (1481-1527)

Markgraf Casimir von Brandenburg - Kulmbach (1481-1527)

Titel

Markgraf Casimir von Brandenburg - Kulmbach (1481-1527)

Identifizierung durch FR 1932, Nr. 129 auf Grund der Version in Nürnberg
[Cat. Vienna1938, No. 1455]

Anonymes männliches Bildnis

[Inventar Leopold Wilhelm 1659, NL No. 567] (Quelle: siehe Provenienz): "Ein klein Contrafait von Öhlfarb auf Holcz eines Mansz mit einem braunen Bart vnd einer vergulden Hauben, mit klein gulden Kettlein vmbwunden auff dem Kopff vnndt schwartzen Belcz"; [Inventar von 1772] (Archiv der Gemäldegalerie, KHM)
[Cat. Vienna 1896, No. 1455] [Cat. Vienna 1907, No. 1455] [Cat. Vienna 1928, No. 1455]; [Storffer, Bd. 1, fol. 34: 145] (Archiv der Gemäldegalerie, KHM)

Friedrich der Weise von Sachsen (1463-1525)

[Cat. Vienna 1892, No. 1541]
[Engerth 1886, 53-54, No. 1482]
[Heller 1821, 229]
[Mechel 1783, 250, No. 56]

Diese Benennung wurde von [Schuchardt 1851 B, Bd. 2, 139, No. 433] und [Scheibler 1887, 279] bezweifelt.

Malerei auf Buchenholz (Fagus sp.)

Material / Technik

Malerei auf Buchenholz (Fagus sp.)

[Kunsthistorisches Museum, revised 2011]
[Klein, Bericht 1994]

Porträt des Markgraf Casimir von Brandenburg in Dreiviertel-Vorderansicht nach rechts gewandt in Drahthaube und Kinnbart, bekleidet mit Pelzschaube. Er entstammte einer fränkischen Nebenlinie der Hohenzollern. Gemeinsam mit seinem Bruder Georg dem Frommen (1484-1543) übernahm er 1515 die Regierung über die Markgrafentümer Brandenburg-Ansbach und Brandenburg-Kulmbach von seinem Vater Friedrich d. Ä.

Porträt des Markgraf Casimir von Brandenburg in Dreiviertel-Vorderansicht nach rechts gewandt in Drahthaube und Kinnbart, bekleidet mit Pelzschaube. Er entstammte einer fränkischen Nebenlinie der Hohenzollern. Gemeinsam mit seinem Bruder Georg dem Frommen (1484-1543) übernahm er 1515 die Regierung über die Markgrafentümer Brandenburg-Ansbach und Brandenburg-Kulmbach von seinem Vater Friedrich d. Ä. (1460-1536).

[Alice Hoppe-Harnoncourt, KHM, Juli 2011]

Zuschreibung
Lucas Cranach der Ältere

Zuschreibung

Lucas Cranach der Ältere

[Kunsthistorisches Museum, revised 2011]
Seit Inv. Leopold Wilhelm 1659 als "Original von Lucas Crainich" gelistet (NL, Nr. 567)
Quelle: "Inventarium aller vnndt jeder Ihrer hochfürstlichen Durchleücht Herrn Herrn Leopoldt Wilhelmen [...] zue Wienn vorhandenen Mahllereyen [...]" ehem. Krumau, Fürstl. Schwarzenbergsches Centralarchiv, publ. [Berger 1883, Reg. No. 495]

Datierungen
nach 1524
1522

Datierungen

nach 1524

["15[.]2" datiert]

1522

1927 wurde Datierung "1512" freigelegt [Benesch, Pantheon 1928, in: Benesch 1972, Bd. 3, 377-378] Friedländer/Rosenberg bezweifelten auf Grund eines Röntgenbefundes die Originalität der Ziffer '1'. Sie schätzten Casimir von Brandenburg, der 1512 erst 31 Jahre alt gewesen ist, älter ein. Seit damals wird als Datierung 1522 angegeben. [Friedländer, Rosenberg 1932, No. 129]

Maße
Maße Bildträger: 37,3 x 25,1 (o.), 25,5 (u.) cm (ohne Ansetzungen)

Maße

  • Maße Bildträger: 37,3 x 25,1 (o.), 25,5 (u.) cm (ohne Ansetzungen)

  • 37,3 x 28,2 cm (inkl. Ansetzungen)

  • Das Tafelformat läßt sich dem Standardformat B nach Heydenreich zuordnen.

  • Maße Bildfläche: 37,3 x 25,1 (o.), 25,5 (u.) cm

  • Maße mit Rahmen: 51 x 39,5 x 3,5 cm

  • [Kunsthistorisches Museum, revised 2011]

Signatur / Datierung
Bezeichnet links über der Schulter: Schlangensignet mit stehenden Flügeln, und Datierung "15[...]2"; in gelber Farbe mit dünnem Pinsel

Signatur / Datierung

  • Bezeichnet links über der Schulter: Schlangensignet mit stehenden Flügeln, und Datierung "15[...]2"; in gelber Farbe mit dünnem Pinsel

  • [Kunsthistorisches Museum, revised 2011]

Inschriften und Beschriftungen
Rückseitig auf dem Bildträger: in roter Kreide "i48" einige unleserliche und teilweise überklebte Ziffern in weißer Kreide gedruckte Etiketten: "II.D.u.N.I.63.", …

Inschriften und Beschriftungen

Stempel, Siegel, Beschriftungen:

  • Rückseitig auf dem Bildträger:
  • in roter Kreide "i48"
  • einige unleserliche und teilweise überklebte Ziffern in weißer Kreide gedruckte Etiketten: "II.D.u.N.I.63.", "C.I. LUC. CRANACH. Nro 9. [handschriftliche spätere Ergänzung:] fand alte Signatur am 29[?].X.1927 3 h nachmittags [handschriftliche Ergänzung in Bleistift und roter Kreide jeweils:] 1455"; "Gemälde Galerie des Allerh. Kaiserhauses No. 883"; handschriftliches Etikett: "2 St. 1 Z. A.D.S. N.9."
  • [Kunsthistorisches Museum, revised 2011]
Eigentümer
Kunsthistorisches Museum, Wien
Besitzer
Kunsthistorisches Museum, Wien
Standort
Wien
CDA ID
AT_KHM_GG883
FR (1978) Nr.
FR152
Permalink
https://lucascranach.org/de/AT_KHM_GG883/

Provenienz

  • Aus der Sammlung des Erzherzog Leopold Wilhelm in die kaiserliche Sammlung in Wien, Inventar Leopold Wilhelm 1659: NL Nr. 567
    [Quelle: "Inventarium aller vnndt jeder Ihrer hochfürstlichen Durchleücht Herrn Herrn Leopoldt Wilhelmen [...] zue Wienn vorhandenen Mahllereyen [...]" ehem. Krumau, Fürstl. Schwarzenbergsches Centralarchiv, publ. Berger 1883, Reg. No. 495]

Hausinterne Provenienz:

  • Gemäldegalerie in der Stallburg:
    [Storffer'sches Inventar, Bd. 1, 1720: fol. 34 u. fol. 35]
    Inventar von 1772
    [Gallerie, Zweyter Gang Lit. B, Nr. 148] (beide: Archiv der Gemäldegalerie, KHM)

  • Ab 1781 Gemäldegalerie im Belvedere:
    [Mechel 1783, 250, no. 56]
    Inventar 1824?, Nr. 9 (Archiv der Gemäldegalerie, KHM)
    Inventar 1833/37, Nr. 63 (Archiv der Gemäldegalerie, KHM)
    [Krafft, Cat. Vienna 1837, 208, no. 63]
    [Engert, Cat. Vienna 1858, 121, no. 63]
    [von Engerth, Cat. Vienna 1886, no. 1482]

  • Seit 1892 Gemäldegalerie der Kunsthistorischen Sammlungen, Burgring 5:
    [Cat. Vienna 1892, 389, no. 1541]
    [Cat. Vienna 1896, 423, no. 1455]
    [Cat. Vienna 1907, 336, no. 1455 (E.1482) Fig. 1455]
    [Cat. Vienna 1928, 56, no. 1455]
    [Cat. Vienna 1938, 41, no. 1455]
    [Cat. Vienna 1963, 37, no. 108]
    [Cat. Vienna 1973, 49, Plate 130]
    [Cat. Vienna 1991, 46, Plate 592]

[Kunsthistorisches Museum, revised 2011]

Ausstellungen

Brüssel 1947, Nr. 24
Paris 1947
Amsterdam 1947, Nr. 41
Stockholm 1948, Nr. 171
Kopenhagen 1948/1949, Nr. 45
London 1949
Oslo 1952, Nr. 38
Graz 1953, Nr. 28
Wien 1972, Nr. 7
Rom 2010, Nr. 18
Wien 2011, Nr. 61
München 2011/2012, Nr. 61

Quellen / Publikationen

Erwähnt auf Seite Katalognummer Tafel
Cat. Coburg 2018 36, 142 under no. 2
Autor/inKlaus Weschenfelder
TitelCranach in Coburg. Gemälde von Lucas Cranach d.Ä., Lucas Cranach d.J., der Werkstatt und des Umkreises in den Kunstsammlungen der Veste Coburg
Ort der VeröffentlichungRegensburg
Jahr der Veröffentlichung2018
Exhib. Cat. Vienna 2011 No. 61
Herausgeber/inChristof Metzger, Sabine Haag, Karl Schütz
TitelDürer, Cranach, Holbein. Die Entdeckung des Menschen das deutsche Porträt um 1500 [Kunsthistorisches Museum, Vienna, 31 May 2011 - 4 Sept. 2011, Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung Munich, 16 Sept.-15 Jan. 2012]
Ort der VeröffentlichungMunich
Jahr der Veröffentlichung2011
Exhib. Cat. Rome 2010 185 - 187 No. 18 Pl. p. 187
Herausgeber/inGalleria Borghese, Rome, Anna Coliva, Bernard Aikema
TitelCranach. L'altro rinascimento / a different renaissance, [Rome, Galleria Borghese 15 ottobre 2010 - 13 febbraio 2011]
Ort der VeröffentlichungMilan
Jahr der Veröffentlichung2010
Cat. Nuremberg 1997 133
Autor/inKurt Löcher
TitelDie Gemälde des 16. Jahrhunderts. Germanisches Nationalmuseum Nürnberg
Ort der VeröffentlichungOstfildern-Ruit
Jahr der Veröffentlichung1997
Klein 1994 A 195 Tab. 1
Autor/inPeter Klein
TitelLucas Cranach und seine Werkstatt. Holzarten und dendrochronologische Analyse
Veröffentlichungin Claus Grimm, Johannes Erichsen, Evamaria Brockhoff, eds.,Lucas Cranach. Ein Maler-Unternehmer aus Franken, Exhib. Cat. Kronach 1994
ReiheVeröffentlichungen zur bayerischen Geschichte und Kultur
Band26
Ort der VeröffentlichungAugsburg, Coburg
Jahr der Veröffentlichung1994
Seiten194-200
Reiter 1994 42, Fn. 20
Autor/inCornelia Reiter
TitelDie Geschichte der Gemäldesammlung des Schottenstiftes
Veröffentlichungin Alfred Brogyányi, ed., Festschrift zur Eröffnung des Museums im Schottenstift
Ort der VeröffentlichungVienna
Jahr der Veröffentlichung1994
Seiten39-44
Cat. Vienna 1991 46 Plate 592
Autor/inWolfgang von Prohaska, Sylvia Ferino-Pagden
Herausgeber/inKarl Schütz
TitelDie Gemäldegalerie des Kunsthistorischen Museums in Wien. Verzeichnis der Gemälde
ReiheFührer durch das Kunsthistorische Museum
Band40
Ort der VeröffentlichungVienna
Jahr der Veröffentlichung1991
Friedländer, Rosenberg 1979 101 152 Fig. 152
Autor/inMax J. Friedländer, Jakob Rosenberg
Herausgeber/inG. Schwartz
TitelDie Gemälde von Lucas Cranach
Ort der VeröffentlichungBasel, Boston, Stuttgart
Jahr der Veröffentlichung1979
Cat. Vienna 1973 49 pl. 130?
Herausgeber/inKlaus Demus
TitelVerzeichnis der Gemälde
ReiheFührer durch das Kunsthistorische Museum
Band18
Ort der VeröffentlichungVienna
Jahr der Veröffentlichung1973
Benesch 1972 E 377
Autor/inOtto Benesch
TitelWien - Museen
Veröffentlichungin Eva Benesch, ed., Collected Writings of Otto Benesch. Vol. 3. German and Austrian Art of the 15th and 16th Centuries
Band3
Ort der VeröffentlichungNew York, London
Jahr der Veröffentlichung1972
Seiten377-378
Exhib. Cat. Vienna 1972 No. 7 Fig. 8
Autor/inKarl Schütz
Herausgeber/inKunsthistorisches Museum, Wien
TitelLucas Cranach der Ältere und seine Werkstatt. Jubiläumsausstellung museumseigener Werke 1472-1972
Ort der VeröffentlichungVienna
Jahr der Veröffentlichung1972
Cat. Vienna 1963 37 No. 108
Autor/inn. a.
TitelKatalog der Gemäldegalerie. 2, Vlamen, Holländer, Deutsche, Franzosen
ReiheFührer durch das Kunsthistorische Museum
Band8/2
Ort der VeröffentlichungVienna
Jahr der Veröffentlichung1963
Exhib. Cat. Graz 1953 24 No. 28
Herausgeber/inLandesmuseum Joanneum, Graz
TitelDürer und seine Zeit. Meisterwerke der deutschen Malerei des 16. Jahrhunderts. Sonderausstellung der Gemäldegalerie des Kunsthistorischen Museums, Wien im Steiermärkischen Landesmuseum Joanneum, Graz [Steiermärkischen Landesmuseum Joanneum, Graz]
Ort der VeröffentlichungGraz
Jahr der Veröffentlichung1953
Exhib. Cat. Oslo 1952 11 No. 38
Herausgeber/inNasjonalgalleriet, Oslo
TitelKunstkatter fra Wien [Oslo, Nasjonalgalleriet]
Ort der VeröffentlichungOslo
Jahr der Veröffentlichung1952
Exhib. Cat. Copenhagen 1948 32 No. 45
Autor/inStatens Museum for Kunst (Denmark)
TitelKøbenhavn: Kunstkatte fra Wien. Katalog zur Ausstellung von Dez. 1948-Februar 1949
Ort der VeröffentlichungCopenhagen
Jahr der Veröffentlichung1948
Exhib. Cat. Stockholm 1948 63 No. 171
Autor/inNationalmuseum, Stockholm
TitelNationalmuseum Stockholm: Konstkatter från Wien. Katalog zur Ausstellung von Mai-August 1948
ReiheNationalmusei Utställningskataloger
Band147
Ort der VeröffentlichungStockholm
Jahr der Veröffentlichung1948
Exhib. Cat. Amsterdam 1947 20 No. 41
Herausgeber/inRijksmuseum, Amsterdam
TitelKunstschatten uit Wenen. Meesterwerken uit Oostenrijk. Catalogus met 84 afbeeldingen. Rijksmuseum Amsterdam 10. Juli - 12. October 1947
Ort der VeröffentlichungAmsterdam
Jahr der Veröffentlichung1947
Exhib. Cat. Brussels 1947 17 No. 24
Autor/inn. a.
TitelLes Relation Artistiques Austro-Belges illustrées par les Chefs-d'oevre des Musées de Vienne [Brussels, Palais des Beaux-Arts, April-June 1947]
Ort der VeröffentlichungBrussels
Jahr der Veröffentlichung1947
Lilienfein 1942 69 Fig. 90
Autor/inHeinrich Lilienfein
TitelLukas Cranach und seine Zeit
Ort der VeröffentlichungBielefeld
Jahr der Veröffentlichung1942
Cat. Vienna 1938 41 No. 1455
Autor/inn. a.
TitelKunsthistorisches Museum: Katalog der Gemäldegalerie
ReiheFührer durch das Kunsthistorische Museum
Band8
Ort der VeröffentlichungVienna
JahrgangSecond edition
Jahr der Veröffentlichung1938
Wolters 1938 126 Figs. 79, 80
Autor/inChristian Wolters
TitelDie Bedeutung der Gemäldedurchleuchtung mit Röntgenstrahlen für die Kunstgeschichte : Dargestellt an Beispielen aus der niederländischen und deutschen Malerei des 15. und 16. Jahrhunderts
ReiheVeröffentlichungen zur Kunstgeschichte
Band3
Ort der VeröffentlichungFrankfurt am Main
Jahr der Veröffentlichung1938
Friedländer, Rosenberg 1932 54-55 129
Autor/inMax J. Friedländer, Jakob Rosenberg
TitelDie Gemälde von Lucas Cranach
Ort der VeröffentlichungBerlin
Jahr der Veröffentlichung1932
Link http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/friedlaender1932
Cat. Vienna 1928 56 No. 1455
Autor/inn. a.
TitelKunsthistorisches Museum: Katalog der Gemäldegalerie
ReiheFührer durch die Kunsthistorischen Sammlungen in Wien
Band8
Ort der VeröffentlichungVienna
Jahr der Veröffentlichung1928
Baldass 1922 B 80
Autor/inLudwig von Baldass
TitelDie altösterreichischen Tafelbilder der Wiener Gemäldegalerie
ZeitschriftWiener Jahrbuch für bildende Kunst
JahrgangJg. 5
Jahr der Veröffentlichung1922
Seiten67-86
Frimmel 1917 104-105
Autor/inTheodor von Frimmel
TitelDie Gemäldesammlung des Wiener Schottenstiftes
ZeitschriftStudien und Skizzen zur Gemäldekunde
JahrgangJg. III. Band, H. I. und II. Lieferung (Jänner 1917)
Jahr der Veröffentlichung1917
Seiten101-108
Cat. Vienna 1907 336 No. 1455 (E.1482) Fig. 1455
Autor/inn. a.
TitelKunsthistorische Sammlungen des allerhöchsten Kaiserhauses: Die Gemäldegalerie. Alte Meister
Ort der VeröffentlichungVienna
Jahr der Veröffentlichung1907
Cat. Vienna 1896 B 423 No. 1455
Autor/inn. a.
TitelKunsthistorische Sammlungen des allerhöchsten Kaiserhauses: Die Gemälde-Galerie. Alte Meister. Mit 120 Illustrationen
Ort der VeröffentlichungVienna
Jahr der Veröffentlichung1896
Cat. Vienna 1892 389 No. 1541
Autor/inn. a.
TitelKunsthistorische Sammlungen des allerhöchsten Kaiserhauses: Führer durch die Gemäldegalerie. I. Theil. Gemälde alter Meister
Band1
Ort der VeröffentlichungVienna
Jahr der Veröffentlichung1892
Frimmel 1891B 81-82
Autor/inTheodor von Frimmel
TitelLitteraturbericht. Carl von Lützow: Katalog der Gemäldegalerie in der k.k. Akademie der bildenden Künste, bearbeitet "im Auftrage und auf Kosten des hohen k.k. Ministeriums für Cultus und Unterricht"
ZeitschriftRepertorium für Kunstwissenschaft
JahrgangJg. 15
Jahr der Veröffentlichung1891
Seiten76-87
Scheibler 1887 297
Autor/inLudwig Scheibler
TitelÜber altdeutsche Gemälde in der kaiserlichen Galerie zu Wien
ZeitschriftRepertorium für Kunstwissenschaft
Jahrgang10
Jahr der Veröffentlichung1887
Link http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/artdok/volltexte/2014/2652
Seiten271-306
Cat. Vienna 1886 53-54 No. 1482
Autor/inEduard von Engerth
TitelGemälde. Beschreibendes Verzeichnis. Kunsthistorische Sammlungen des Allerhöchsten Kaiserhauses
Band1 - 3
Ort der VeröffentlichungVienna
Jahr der Veröffentlichung1886
Berger 1883 Reg. No. 495
Autor/inAdolf Berger
TitelRegest 495. Inventarium aller vnndt jeder Ihrer hochfürstlichen Durchleücht Herrn Herrn Leopoldt Wilhelmen [...] zue Wienn vorhandenen Mahllereyen [...] (ehem. Krumau, Fürstl. Schwarzenbergsches Centralarchiv)
ZeitschriftJahrbuch der Kunsthistorischen Sammlungen in Wien
JahrgangJg. 1
Jahr der Veröffentlichung1883
Waagen 1866 170 No. 63
Autor/inGustav Friedrich Waagen
TitelDie vornehmsten Kunstdenkmäler in Wien. Erster Theil: Die k.k. Gemälde-Sammlungen im Schloss Belvedere und in der k.k. Kunst-Akademie, Die Privatsammlungen
Band1, 2
Ort der VeröffentlichungVienna
Jahr der Veröffentlichung1866
Cat. Vienna 1858 121 No. 63
Autor/inErasmus Engert
TitelCatalog der k.k. Gemäldegallerie im Belvedere zu Wien
Ort der VeröffentlichungVienna
Jahr der Veröffentlichung1858
Schuchardt 1851 C 139 433
Autor/inChristian Schuchardt
TitelLucas Cranach des Aeltern Leben und Werke. Zweiter Theil
Ort der VeröffentlichungLeipzig
Jahr der Veröffentlichung1851
Link http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/schuchardt1851bd2
Cat. Vienna 1837 208 No. 63
Autor/inAlbrecht Krafft
Herausgeber/inKunsthistorisches Museum, Wien
TitelVerzeichniss der kais. kön. Gemälde-Gallerie im Belvedere zu Wien
Ort der VeröffentlichungVienna
Jahr der Veröffentlichung1837
Heller 1821 229
Autor/inJoseph Heller
TitelVersuch über das Leben und die Werke Lucas Cranachs
Ort der VeröffentlichungBamberg
Jahr der Veröffentlichung1821
Link http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/heller1821
Cat. Vienna 1783 208 No. 63
Autor/inChristian von Mechel
TitelVerzeichnis der Gemälde der kaiserlich königlichen Bilder Gallerie in Wien. verfaßt von Christian von Mechel der kaiserl. königl. und anderer Akademien Mitglied nach der von ihm auf allerhöchsten Befehl im Jahre 1781 gemachten neuen Einrichtung
Ort der VeröffentlichungVienna
Jahr der Veröffentlichung1783

Forschungsgeschichte / Diskussion

Markgraf Casimir entstammte einer fränkischen Nebenlinie der Hohenzollern. Gemeinsam mit seinem Bruder Georg dem Frommen (1484–1543) übernahm er 1515 die Regierung über die Markgrafentümer Brandenburg-Ansbach und Brandenburg-Kulmbach von seinem Vater Friedrich d. Ä. (1460–1536). Hans Süss von Kulmbach malte 1511 ein sehr auffälliges und farbenfrohes Porträt des jungen Casimir (München, Alte Pinakothek).

GG-883 ist bereits seit 1659 in der kaiserlichen Sammlung nachweisbar, allerdings war bereits damals der Name des Porträtierten in Vergessenheit geraten. Lukas Cranach als Autor aber bekannt. (Inventar Leopold Wilhelm 1659, siehe oben Provenienz)

Christian von Mechel identifizierte den Porträtierten mit Friedrich dem Weisen (Mechel 1783, S. 250, Nr. 56) [vermutlich auf Grund der modischen Ähnlichkeiten mit einigen Darstellungen des Kurfürsten in Drahthaube (vgl. Kupferstiche mit Porträts des Fürsten nach 1509)].

Christian von Schuchardt folgte der Benennung nicht und daher bezweifelte Ludwig Scheibler die Identifizierung mit dem Kurfürsten. (Schuchardt 1851-71, Bd. 2, S. 139, Nr. 433, Scheibler 1887, S. 279). Die Kataloge des KHM folgten ihm ab 1896 bis 1928 (siehe oben „andere Benennungen“)

Theodor von Frimmel überlegte als einziger eine Neuzuschreibung an einen Künstler aus dem Umkreis Bernhard Strigels. (Frimmel 1891, S. 81-82)

Benesch meldete 1928, dass bei dem „männlichen Bildnis“ von Cranach eine Signatur und das Datum „1512“ freigelegt worden waren. (Benesch 1928, in: Collected Writings 1972, Bd. 2, S. 377)

Friedländer und Rosenberg erkannten 1932 in dem Dargestellten durch den Vergleich mit einem beschrifteten Bildnis (Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum) Markgraf Casimir von Brandenburg-Kulmbach (1481–1527). (Friedländer – Rosenberg 1932, Nr. 152). Da sie den Dargestellten, der 1512 erst 31 Jahre alt war (vgl. Bildnis Casimir von Brandenburg-Kulmbach, 1511, Hans Süß von Kulmbach, München, Alte Pinakothek), für älter hielten, und auf Grund eines Röntgenbefundes bezweifelten Friedländer und Rosenberg die Originalität der Ziffer „1“. Seither nahm man als richtiges Datum 1522 an. (Friedländer/Rosenberg 1932, S. 54-55, Nr. 129)

Kurt Löcher schloß sich der Meinung von FR an, dass das Wiener Exemplar das Original wäre. Das Nürnberger Bildnis schrieb er einem begabten Werkstattmitglied zu und datierte es nach GG-883. (Löcher 1992, S. 133)

Andrew John Martin hielt das Bildnis für original, da es noch Replikas in Nürnberg und Burghausen gibt. Die Datierung 1522 sah er im historischen Zusammenhang mit dem Jahr, in dem sich Kasimir mit seinen Brüdern geeinigte hätte. (A. J. Martin 2010 in: Coliva et al. 2011, Kat. 18)

[Kunsthistorisches Museum Wien, 2011]

Zuletzt zur Datierung: „Mittlerweile haben holzbiologische Untersuchungen durch Peter Klein ergeben, dass der Baum, von dem die Buchenholztafel stammt, frühestens 1524 gefällt wurde (freundliche Mitteilung von Dr. Peter Klein, Universität Hamburg, Ordinariat für Holzbiologie). Demnach kann dieses Bildnis erst nach 1524 gemalt worden sein. Die Datierung bezieht sich also vielleicht auf die Bildnisvorlage. Eine vergleichbare „Rückdatierung“ wurde bei einem Luther-Porträt festgestellt (vgl. Rebel 1994, 137). Wenn die Jahreszahl tatsächlich den Zeitpunkt der Fertigung des Gemäldes benennt, wäre 1532 das frühestmögliche Datum: Nachdem der Markgraf zu dem Zeitpunkt bereits verstorben war, hätte man auf jeden Fall auf eine ältere Bildnisvorlage zurückgreifen müssen. Die Unterzeichnung, die mittels Infrarotreflektographie sichtbar gemacht werden konnte, stützt die These, dass es eine Vorlage gab, die auf die grundierte Tafel übertragen wurde: Feine Linien beschreiben die wichtigsten Gesichtskonturen, das sind Nasenrücken, Lippenform, Augenschnitt mit Tränensäcken und der Umriss des Bartverlaufs.“

[A. Hoppe-Harnoncourt, Exhib. Cat. Vienna 2011, No. 186]

  • Markgraf Casimir von Brandenburg - Kulmbach (1481-1527), nach 1524

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Kunsttechnologische Untersuchung

07. 2011Technologische Untersuchung / Naturwissenschaftliche Materialanalyse

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Bildträger

Buchenholz

Der Bildträger besteht aus einem Brett mit vertikalem Faserverlauf. Die Tafelstärke beträgt 6 – 8 mm.

Die Tafelrückseite ist relativ glatt, mit leichten Hobelspuren und ist allseitig breit abgefast. Sie zeigt einen schwarzen Rückseitenanstrich, der aufgetragen wurde, als sich die Tafel in einem Rahmen befand, da an allen Kanten mit Ausnahme der unteren ein unregelmäßiger breiter, unbemalter Rand zu sehen ist.

Das originale Format des Bildes wurde etwas verändert: Die beiden Seiten sind vermutlich geringfügig und etwas aus dem Winkel beschnitten worden (das Bild ist oben 4 mm schmäler als unten). Sie sind durch stumpf angesetzte, jeweils ca. 1,5 cm breite Leisten ergänzt und verbreitert worden. Die Unterkante wurde ebenfalls beschnitten, während die Oberkante eventuell intakt ist.

Geht man von der Annahme aus, dass die Tafel noch ihr originales Format besessen hat, als der Rückseitenanstrich aufgetragen wurde, so lässt sich aus der Breite des unbemalten Randes auf das ursprüngliche Bildformat schließen. Somit wäre von einem minimalen Beschnitt auch der Oberkante und von einem deutlichen an der Unterkante auszugehen, während er an den beiden Seiten nur geringfügig gewesen zu sein scheint.

Der Zeitpunkt, zu dem diese Veränderungen des Bildformates erfolgten ist nicht dokumentiert. Die Restaurierdokumentation vermerkt nur 1927 die Freilegung des Hintergrundes.

Grundierung und Imprimitur

- nicht analysiert, vermutlich Kalziumkarbonat/Leim gebunden

- der Grundierungsauftrag reicht bis an die unmittelbaren Tafelränder, es sind weder Grundiergrat noch unbemalte Ränder vorhanden

Unterzeichnung

Besonders in den Inkarnat-Partien lässt sich eine Unterzeichnung detektieren, die die Formen der malerischen Ausführung genau vorgibt. Die Form der Nase und der Nasenflügel, sowie die der Tränensäcke und der Lippen sind in einer Linie angegeben. Das Medium scheint trocken zu sein (bröseliger Charakter). Möglicherweise wurde eine Vorlage durch ein Pausverfahren auf den Malgrund übertragen.

[Alice Hoppe-Harnoncourt, KHM, Juli 2011]

Farbschichten und Metallauflagen

Der blaue Hintergrund ist flächig dunkelgrau untermalt. Im Streiflicht ist der Unterschied zwischen dem auf Grund der Untermalung(en) wesentlich dickeren Hintergrund und der dünn gemalten Figur deutlich zu erkennen. Entlang der Konturen lässt sich ein leichter Wulst beobachten. In der Röntgenaufnahme zeichnet sich die mit Bleiweiß ausgemischte graue Untermalung des Hintergrundes ebenfalls deutlich ab.

Das Inkarnat wurde zuerst angelegt, gefolgt von Kleidung und Pelz, bevor zuletzt der Hintergrund gemalt und damit gleichzeitig die Figur beschnitten wurde.

Der Farbauftrag in Gesicht und Kleidung ist sehr dünn. Der Pelz wurde in einem mittleren, lasierenden Braunton angelegt, der Farbauftrag erfolgte der Form folgend und mit deutlichem Pinselduktus. Helle und dunkle Zonen im Pelz wurden durch eine variierende Schichtdicke und nicht durch Ausmischung erreicht. Einzelne Partien wurden danach durch das Aufsetzen feinster, dunkler Härchen betont und strukturiert, möglicherweise unter Einsatz eines mehrspitzigen Pinsels.

Form und Struktur des Bartes wurden über einem monochromen, dünn aufgetragenen braunen Grundton durch das Aufsetzen einzelner heller und dunkler Haare gestaltet.

Was wir bei Cranach oft beobachten können ist das Aufsetzen einzelner Haare (oder anderer feiner Details) in einem späten Stadium des Malprozesses, wie hier z. B. entlang der Schulterkontur links oder entlang der Gesichtskontur rechts. Möglicherweise bindemittelbedingt zeigen diese spät aufgesetzten Elemente oft die Tendenz, vom Untergrund abzuperlen.

In der Infrarotaufnahme sind der hier beschriebene Malprozess und das Anlegen der einzelnen Farbflächen gut nachvollziehbar. Deutlich ist der Pinselduktus in der/den Untermalung(en) des Hintergrundes zu sehen und wie die Figur mit dem Hintergrund beschnitten wurde. In anderen Bereichen treffen Farbflächen aneinander, ohne sich zu überlappen, wie etwa links zwischen Hintergrund und Pelz oder ebenfalls links, zwischen Pelz und Gesicht bzw. Hemd – hier ist ein schmaler Streifen kaum abgedeckter Grundierung sichtbar stehengeblieben. Am oberen Bildrand sind mittig mehrere Fingerabdrücke sichtbar, die vermutlich in der/den Untermalung(en) liegen, da sie an Bildoberfläche nicht sichtbar sind.

  • verfasst von Monika Strolz
  • untersucht von Monika Strolz
  • untersucht von Ute Tüchler

11.05.2011Naturwissenschaftliche Materialanalyse

  • Holzartenbestimmung / Dendrochronologie

Bildträger

Peter Klein 30.9.1994 und 11.5.2011: „Der jüngste Kernholzjahrring stammt somit aus dem Jahr 1520. Die Tafel stammt jedoch aus demselben Baum wie alle Gemälde auf der folgenden Liste (siehe pdf). Daher ist auch bei diesem Gemälde von einem Fälldatum von 1524 auszugehen. Da bei Buchenholz normalerweise der gesamte Querschnitt genutzt und nur die Rinde entfernt wurde, kann von einem frühesten Fälldatum ab 1524 ausgegangen werden. Bei einer Mindestlagerzeit von zwei Jahren könnte das Gemälde frühestens ab 1526 entstanden sein.“

Frühest mögliches Fälldatum des Baumes im Jahr 1524 (Dr. Peter Klein, Universität Hamburg, Ordinariat für Holzbiologie, Bericht vom 30.9.1994 und 11.05.2011).

vgl. [A. Hoppe-Harnoncourt, Exhib. Cat. Vienna 2011, No. 186]

  • analysiert von Peter Klein

17.10.2008Technologische Untersuchung / Naturwissenschaftliche Materialanalyse

  • Röntgengrobstrukturanalyse
  • x_radiograph
  • x_radiograph

02.06.2008Technologische Untersuchung / Naturwissenschaftliche Materialanalyse

  • Infrarot-Reflektografie
  • irr

Unterzeichnung

BESCHREIBUNG

Zeichengeräte/Material:

- trockenes Zeichenmedium, dunkle Kreide?/Stift

Typ/Duktus:

- sparsame und nachvollziehende Unterzeichnung

- feine Linien

Funktion:

- verbindlich für die Malerei; Hauptkonturen, Binnenformen und Gesichtszügen sind angegeben; keine plastische Wiedergabe mit Schraffuren

Abweichungen:

- kaum Präzisierungen der Form während des Malprozesses

INTERPRETATION

Zuschreibung:

- Lucas Cranach der Ältere und/oder Werkstatt

Anmerkungen:

- von einer Vorlage übertragen (Pausverfahren)

[Sandner, Smith-Contini, Heydenreich, cda 2016]

30.09.1994Naturwissenschaftliche Materialanalyse

  • Holzartenbestimmung / Dendrochronologie

Bildträger

Peter Klein 30.9.1994 und 11.5.2011: „Der jüngste Kernholzjahrring stammt somit aus dem Jahr 1520. Die Tafel stammt jedoch aus demselben Baum wie alle Gemälde auf der folgenden Liste (siehe pdf). Daher ist auch bei diesem Gemälde von einem Fälldatum von 1524 auszugehen. Da bei Buchenholz normalerweise der gesamte Querschnitt genutzt und nur die Rinde entfernt wurde, kann von einem frühesten Fälldatum ab 1524 ausgegangen werden. Bei einer Mindestlagerzeit von zwei Jahren könnte das Gemälde frühestens ab 1526 entstanden sein.“

Frühest mögliches Fälldatum des Baumes im Jahr 1524 (Dr. Peter Klein, Universität Hamburg, Ordinariat für Holzbiologie, Bericht vom 30.9.1994 und 11.05.2011).

vgl.: [A. Hoppe-Harnoncourt, Exhib. Cat. Vienna 2011, No. 186]

  • analysiert von Peter Klein

02.03.1984Naturwissenschaftliche Materialanalyse

  • Holzartenbestimmung / Dendrochronologie

Bildträger

Bei dieser einteiligen Buchenholztafel, die von zwei dünnen Leisten eingerahmt ist, wurden 159 Jahrringe gemessen, die zwischen die Jahre 1520 und 1362 eingeordnet werden können. Unter Berücksichtigung der kürzesten Lagerzeit des Holzes, kann eine Bemalung im Jahre 1522 erfolgt sein.

  • analysiert von Peter Klein

Erhaltungszustand

Datum07. 2011

Bildträger:

Die Tafel befindet sich in stabilem Zustand und ist nicht verwölbt. Die seitlichen Ansetzungen werden heute vom Zierrahmen abgedeckt.

Malschicht:

Die Malschicht befindet sich in stabilem Zustand. Im Bereich des Pelzes ist partiell eine feine Schuppenbildung zu beobachten sowie ein sehr feines Craquelénetz (Frühschwundrisse). Im Pelz befindet sich links eine etwas größere Beschädigung der Malschicht (Fehlstelle, Bereibungen, vgl. Infrarotaufnahme) sowie einzelne punktuelle kleine Ausbrüche und Retuschen. Weitere Fehlstellen befinden sich entlang der linken Bildkante und vereinzelt im Hintergrund oben links.

Retuschen finden sich hauptsächlich entlang der seitlichen Ränder und im Hintergrund links.

Eine alte Schwarz/Weißaufnahme zeigt das Bild mit einem ganzflächig übermalten Hintergrund, die seitlich angesetzten Leisten waren damals in die Bildfläche integriert.

Bei der Restaurierung 1927 wurde diese Übermalung entfernt, nur Reste davon sind noch auf den Ansetzungen zu sehen.

Zu diesem Zeitpunkt wurde auch die Signatur Cranachs links im Hintergrund freigelegt. Bei der Jahresangabe fehlt allerdings die Ziffer für das Jahrzehnt - möglicherweise das Resultat mehrerer Freilegungsversuche, da die Datierung des Bildes auf 1512 bzw. 1522 umstritten war (siehe dazu Alice Hoppe-Harnoncourt).

Firnis:

Der Firnis ist gegilbt und relativ stark abgebaut, was vor allem in den dunklen Bildpartien wie Pelz und Gewand störend in Erscheinung tritt.

  • verfasst von Monika Strolz
  • untersucht von Monika Strolz
  • untersucht von Ute Tüchler

Restaurierungsgeschichte

Datum10. 1927 - 08. 1928

Restaurierbuch 1, (10.1927 - 08.1928), Post Nr.454

Männl. Portr. Hintergrund übermalt, diesen abgedeckt, Aufdeckung der originalen Signatur, restaur., Proksch

[Monika Strolz, Kunsthistorisches Museum, revised 2011]

  • restauriert von Proksch

Bildträger aus dem selben Baum gefertigt

Zitieren aus dem Cranach Digital Archive

Eintrag mit Autor
<Autorenname>, 'Markgraf Casimir von Brandenburg - Kulmbach (1481-1527)', <Titel des Dokuments, Feldeintrags oder der Abbildung>, [<Datum des Dokuments oder der Abbildung>], in: Cranach Digital Archive, https://lucascranach.org/de/AT_KHM_GG883/ (zuletzt aufgerufen am {{dateAccessed}})
Eintrag ohne Autor
'Markgraf Casimir von Brandenburg - Kulmbach (1481-1527)', <Titel des Dokuments, Feldeintrags oder der Abbildung>, [<Datum des Dokuments oder der Abbildung>], in: Cranach Digital Archive, https://lucascranach.org/de/AT_KHM_GG883/ (zuletzt aufgerufen am {{dateAccessed}})

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